Kolumne Berlin setzt die Mobilitäts-Trends: So weit die Füße tragen

Eine Kolumne von Bastian Rabeneck | 29.03.2019, 15:46 Uhr

Das Berliner Mobilitätsgesetz bekommt ein weiteres Update. Diesmal sollen die Fußgänger in Deutschlands Hauptstadt von den Änderungen profitieren. Die Planungen von Verkehrssenatorin Regine Günther bleiben jedoch vorerst vage.

Was tun, wenn Autos die Stadtluft verpesten und Fahrradfahrer den Frieden auf den Bürgersteigen bedrohen? Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hat die Lösung. Mit dem vierten Abschnitt des Berliner Mobilitätsgesetzes will sie die Hauptstadt entschleunigen – und die Bürger zum Zufußgehen überreden. Gehwege sollen attraktiver, Wartezeiten an Ampeln für Fußgänger verkürzt werden. Günther und ihr Team sind sich sicher: Auf der ganzen Welt gibt es keine vergleichbare Regelung.

Wolkige Ankündigungen

Ob Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Models mit Fahrradhelmen ausstattet, um für mehr Sicherheit im Verkehr zu werben, oder eben die Verkehrssenatorin das Laufen für sich entdeckt: Berlin setzt die Trends. Im Februar 2020 soll der geplante Paragraf verabschiedet werden und den Weg für „Modellprojekte“ – so steht es in dem Papier der Senatsverwaltung – ebnen. Klingt ja alles wunderbar. Und was genau haben Sie vor, Frau Senatorin? „Konkrete Planungen gibt es allerdings noch nicht“, räumt Günther in der „Berliner Zeitung“ ein. Aha. Die Bürger dürfen also gespannt sein, welche Trends die Hauptstadt-Politiker im kommenden Jahr setzen. Und wie lange es dauert, bis aus ihnen mehr wird als wolkige Ankündigungen.