Auch Die Partei beteiligt sich Antifa will die AfD mit Mini-Überweisungen ruinieren

Von Christian Lang | 11.12.2015, 08:30 Uhr

Mit einem originellen Trick wollen linke Aktivisten der Partei Alternative für Deutschland für Deutschland (AfD) finanziellen Schaden zufügen. Das Spenden von Kleinstbeträgen soll einen Aufruf der AfD konterkarieren.

Die Alternative für Deutschland benötigt Geld. Da der Bundestag eine Änderung des Parteiengesetzes verabschieden will, fürchtet die Partei drastische Einbußen. Einen Schaden in Höhe von zwei Millionen Euro werde der kürzlich von der Großen Koalition eingebrachte Gesetzesentwurf der AfD zufügen, heißt es von Seiten der Partei.

AfD ruft zum Spenden auf

 Deshalb hat sie vor einigen Tagen einen Spendenaufruf gestartet. „Helfen Sie uns gegen diesen Anschlag auf unsere Existenz. 20000 Spender à 100 Euro – und die AfD überlebt. Aber nur dann“, heißt es auf der Facebook-Seite. Sollten sich nicht genügend Spender finden, stehe sogar die Existenz der Partei auf dem Spiel.

Mit Cent-Beträgen Schaden anrichten

Die linksautonome Bewegung der Antifa folgt diesem Aufruf – allerdings auf eine sehr eigene Weise. Sie ruft dazu auf, der AfD mittels Kleinspenden zu schaden. Das soll so gehen: „Die Alternative für Deutschland AfD bittet um ,Spenden‘. Eigentlich wollten wir 0,01 € per Sofortüberweisung spenden, das ging leider nicht. Aber hey, 0,10 € konnten wir spenden! Eine Sofortüberweisung kostet den Zahlungsempfänger 0,9 % des Betrages + 0,25 €; bei einer Spende von 0,10 € ergeben sich damit Kosten in Höhe von 0,15 € für die AfD (vorbehaltlich vereinbarter Sonderkonditionen, von denen wir nichts wissen)“, heißt es in dem Aufruf der Antifa. 

Die Partei beteiligt sich an Aufruf

Der Betrag, den die AfD als Empfänger einer Online-Überweisung bezahlen müsste, sei demnach höher als der jeweilige Wert, der gespendet wird. Folglich würde jede Kleinstspende das finanzielle Loch in der AfD-Parteikasse noch verstärken. Auch die Satire-Partei Die Partei beteiligt sich an der Aktion.

AfD reagiert

Die AfD reagiert jedoch gelassen auf die Sabotage-Aktion der Antifa. „Liebe Spender von Cent-Beträgen, wir freuen uns sehr über eure 0,01 € oder 0,10 € Spenden. Mit PayPal und SOFORT haben wir natürlich ausgezeichnete Sonderkonditionen. Unter anderem darf die Gebühr für eine Transaktion nicht höher sein als das Volumen der Transaktion selbst. Eure 1-Cent-Überweisungen bringen euch also überhaupt nichts“, heißt es am Donnerstag in einem Statement auf der Facebook-Seite der Partei. Zudem habe die Antifa mit dem Plan ein Eigentor geschossen. Statt – wie beabsichtigt – der AfD zu schaden, seien bisher schon Spenden in Höhe von 167,23 Euro eingegangen.

Quittung nur per Post?

Die Reaktion darauf folgte jedoch prompt. So hat Die Partei mittlerweile auf den Hinweis der AfD, den Spenden selbstverständlich per E-Mail eine Spendenquittung zukommen zu lassen, dazu aufgerufen, dass man unbedingt „ auf eine schriftliche, postalisch zugestellte Spendenquittung“ bestehen solle. Da das Porto, das die AfD pro Brief bezahlen muss, höher ist als die jeweiligen Spenden, soll der Partei durch diesen Trick zusätzlich finanziell geschadet werden.