Silvesterfeiern Polizeigewerkschaft: Sicherheitszone für Frauen „eine verheerende Botschaft“

Von Benjamin Havermann

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG), Rainer Wendt, kritisiert die „Women´s Safety Area“ zu Silvester in Berlin. Archivfoto: Ingo Wagner/dpaDer Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG), Rainer Wendt, kritisiert die „Women´s Safety Area“ zu Silvester in Berlin. Archivfoto: Ingo Wagner/dpa

Osnabrück. Mit Blick auf die bevorstehenden Silvesterfeiern verweist die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) auf eine weiterhin angespannte Sicherheitslage in Deutschland. Scharfe Kritik übt Rainer Wendt an der „Women´s Safety Area“ in Berlin.

„Nach der Kölner Silvesternacht haben wir Gefahren gesehen, die wir vorher nicht gesehen haben“, sagte DPolG-Vorsitzender Rainer Wendt in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Danach habe sich viel geändert, so Wendt, vor allem sei das Personal stark aufgestockt worden. „Kaum jemand hat noch an Weihnachten oder Silvester Urlaub“, erklärte Wendt. „Das gilt auch für das Führungspersonal – und das ist gut so.“

Kritik übte der Gewerkschaftschef an der Sicherheitszone für Frauen auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin, der sogenannten „Women´s Safety Area“: „Wer auf so eine Idee kommt, hat die politische Dimension nicht verstanden“, sagte Wendt. Die Einrichtung einer solchen Zone sende „eine verheerende Botschaft“. „Damit sagt man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gibt“, betonte der DPolG-Chef. Das sei „das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit“. Frauen sollten ein Anrecht darauf haben, überall sicher zu sein, betonte Wendt.