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12.12.2017, 18:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor TRUMP WILL WIEDER ZUM MOND

US-Weltraumpläne: Warum nicht mal groß denken?

Kommentar von Marion Trimborn

US-Präsident Donald Trump will, dass die USA wieder Menschen zum Mond schicken. Foto: dpaUS-Präsident Donald Trump will, dass die USA wieder Menschen zum Mond schicken. Foto: dpa

Osnabrück. Amerika will sein Raumfahrtprogramm wieder aufleben lassen - und Menschen zum Mond schicken. US-Präsident Donald Trump setzt damit das politische Signal des „Think big“. Aber warum eigentlich nicht? Ein Kommentar

Er fasziniert die Völker seit Menschengedenken, der Mond. Die amerikanischen Präsidenten machen da keine Ausnahme. Als John F. Kennedy 1961 eine bemannte Mission zum Mond ankündigte - die 1969 mit Apollo 11 wahr wurde - festigte das seinen Ruf als durchsetzungsstarker Vordenker. Als solcher ist Donald Trump bislang nicht bekannt. Doch warum nicht mal groß denken?

Der Mond könnte der Menschheit als Tor zum Sonnensystem dienen, als Basis für Missionen zu weiter entfernten Zielen. Zukunftsmusik? Sicher. Aber wer hat damals Kennedy geglaubt?

Das Wettrennen im All bringt den Fortschritt der Technik voran. Die Missionen sind ein Konjunkturprogramm für die Industrie und schaffen Arbeitsplätze. Sie können jungen Ingenieuren und Technikern Ansporn sein, nach den Sternen zu greifen.

Natürlich ist das alles unvorstellbar teuer - zu teuer auch für die USA. Schon Präsident George Bush hatte 1989, sein Sohn George W. Bush 2004 die Rückkehr zum Mond angekündigt, Obama wollte auf den Mars - aus all dem wurde nichts, das Geld fehlte. Doch sowohl Russland als auch China betreiben heute unter Hochdruck Mondmissionen. Kooperation heißt das Zauberwort. Dass das geht, zeigt die Internationale Raumstation ISS.


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