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03.12.2017, 17:36 Uhr KOMMENTAR

Nicht alles ist katastrophal, was Trump sagt oder tut

Kommentar von Michael Clasen

Umstritten wie nur wenige US-Präsidenten vor ihm: Donald Trump. Foto: AFPUmstritten wie nur wenige US-Präsidenten vor ihm: Donald Trump. Foto: AFP

Osnabrück. Die Wogen kochen in Washington weiter hoch, auch wenn US-Präsident Donald Trump in einem seiner wichtigsten Reformprojekte einen Etappensieg errungen hat.

Was gab es nicht alles für Untergangsszenarien, als vor mehr als einem Jahr Donald Trump das Rennen um das Weiße Haus gewann. Wer sich vom Trump-Bashing oder der Russland-Affäre nicht blenden lässt, wird zur Kenntnis nehmen: Die US-Wirtschaft boomt. Und sie wird weiter Fahrt aufnehmen.

So ist die Arbeitslosenquote niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Der Konsum läuft, die Unternehmen investieren. Und der Dow Jones eilt von Rekord zu Rekord. Das ist sicherlich nicht das Verdienst von Trump allein. Doch die Börsianer feiern explizit die Steuerreformpläne des US-Präsidenten, die politisch nicht mehr aufzuhalten sind.

Familien der Mittelschicht und Firmen werden entlastet

So werden Familien der Mittelschicht und Firmen entlastet. Dadurch werden Wachstumsraten beim amerikanischen Bruttoinlandsprodukt von bis zu drei Prozent im Jahr realistisch. Zumal Trump auch die öffentlichen Ausgaben umschichten und teils erhöhen will. Und zwar nicht, um Sozialleistungen auszuweiten. Das Geld soll in neue Straßen, Brücken, Leitungen, Schulen und Universitäten fließen.

Diese Investitionen in Infrastruktur, Forschung, aber auch Verteidigung rechnen sich, auch wenn dadurch das Staatsdefizit wächst. Denn so entstehen vielfach Werte, von denen auch künftigen Generationen profitieren werden. Kurz: Es ist nicht alles katastrophal, was Trump sagt oder tut.


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