Plakat der Partei Bibeltreuer Christen Frisur von Osnabrücker Kandidaten Gervelmeyer wird zum Klick-Hit


Osnabrück. Es ist womöglich das Wahlplakat in Osnabrück, das im Netz die höchste Einschaltquote hat: Das Porträtbild des Kandidaten der Partei Bibeltreuer Christen, Ralf Gervelmeyer, sorgt für Belustigung - wegen einer ungewöhnlichen Frisur.

„Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.“ So sah es zumindest der Komiker Loriot. Doch im Fall Ralf Gervelmeyers dürfte der Platz an der Laterne doch nicht so friedlich sein - die Frisur des Kandidaten der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) provoziert im Netz ordentlich Lärm. Sein Undercut mit zwei nach innen, hoch gekämmten Scheiteln löst Belustigung, Entsetzen und jede Menge Assoziationen aus.

Während auf Twitter „SecretCoAuthor Daniel noch relativ dezent fragte „Wie stellt man sich einen Kandidaten der Partei Bibeltreuer Christen vor? Richtig, so!“ und ein Foto des Plakats präsentierte, freut man sich auf der Facebook-Seite von sleazemag.de , die Trash im Netz aufgabelt, über ein „Ernstgemeintes Wahlplakat. Und ja, auch die Frisur ist ernstgemeint und echt. WELL DONE.“ Comedian Oliver Pocher zappelte auch nicht lange und postete auf Facebook : „Mit Ihm und seinen 12 Aposteln dürfte Deutschland, zumindest frisurentechnisch, besser dran sein!“ Ein freier Fotograf aus Osnabrück dreht die Locken sogar weiter und postet auf seiner Facebook-Seite eine nicht ganz ernst gemeinte Anleitung: Die Frisur zum Nachgestalten.

Die Lawine der Kommentare fegte über alle Posts zu Gervelmeyers haariger Wahlwerbung hinweg. „Das ist ein Fake, oder?“, fragt Volker Göbbels auf Twitter noch ungläubig nach dem Wahrheitsgehalt des Bildes, die anderen User finden schon Erklärungsansätze: „Das ist eine Zwiebel“, „Das ist Dirk Niebel“, „Oh mein Gott, Uter (von den Simpsons, Anm. d. Red.) ist erwachsen geworden“, „Der Typ hat eine Tentakel auf dem Kopf“, „Die Frisur ist die von Manni das Mammut aus ice age“, „Gekämmt von Moses“ und „Hammer, ein Oberlippenbart als Toupet“, heißt es da auf Twitter und Facebook, und die wildeste Vermutung hat Nils Bär: „Ich behaupte, das ist eine verdammt ausgefuchst zugeschnittene Schreibunterlage.“ Andere fragen sich, wie es zu diesem Kopfschmuck überhaupt gekommen ist: „Muss man das föhnen?“, will Anika Büscher wissen, und Jan Bregulla fragt, „was ist denn da auf seinem Kopf gestorben?“ Eine Antwort gibt es natürlich nicht, dafür resolute Meinungen: „Frisör oder Photoshop? Egal wer, eine Sünde ist es bestimmt“, twittert J. Große-Wortmann und Helmut Kremer glaubt: „Den Prozess gewinnt er gegen seinen Friseur!“

Politisch werden nur die wenigsten: „Wenn der Deutschland so gestaltet, wie seine Frisur, dann gute Nacht!“, sagt Fred Herr und Wolf_1000 meint: „Die Frisur allein könnte wahlentscheidend sein!“ - in welche Richtung allerdings, verrät er nicht. Doch selbst im Falle einer Niederlage, kann sich Gervelmeyer laut User Yannic Meyerhoff freuen: „Er ist auf jeden Fall der Frisurengewinner.“

Die große os1.tv-Reportage über die Evangelische Freikirche Lebensquelle Osnabrück gibt es hier zu sehen.


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