AfD-Kandidatin in Schleswig-Holstein Uni Niederrhein verweigert Hochschullehrerin Raum für Veranstaltung

Von dpa

Eine Hochschullehrerin, die als AFD-Kandidatin in Schleswig-Holstein bei der Bundestagswahl kandidiert, darf jetzt doch keinen Raum der Hochschule Niederrhein (Krefeld) nutzen. Symbolfoto: dpaEine Hochschullehrerin, die als AFD-Kandidatin in Schleswig-Holstein bei der Bundestagswahl kandidiert, darf jetzt doch keinen Raum der Hochschule Niederrhein (Krefeld) nutzen. Symbolfoto: dpa

Krefeld. Weil sie als AFD-Kandidatin in Schleswig-Holstein bei der Bundestagswahl kandidiert, darf eine Hochschullehrerin nun doch keinen Raum der Hochschule Niederrhein (Krefeld) nutzen.

Die Uni widerrief nach eigenen Angaben von Mittwoch die Genehmigung für eine Veranstaltung der Hochschullehrerin. Die Professorin hatte zunächst einen Raum bekommen zur Präsentation eines Forschungsvorhabens. Tatsächlich entpuppte sich die angemeldete Veranstaltung als parteipolitisch motiviert und mit den eigenen Grundsätzen unvereinbar, wie die Hochschule erklärte. Die AfD-Politikerin kandidiert in Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl.

Bei ihrer Einladung an örtliche Parteien hatte sie sich laut Hochschule in einem offenen Brief über vermeintliche Mängel des Rechtsstaats ausgelassen und politische Forderungen aufgestellt. Plötzlich hatte die Veranstaltung demnach auch einen anderen Titel: „Tod des Rechtsstaats - Gefahr für Freiheit und Demokratie“. Einer Zeitung teilte die AfD-Kandidatin den Angaben nach mit, dass bei der Veranstaltung ein Forderungskatalog für die Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl aufgestellt werden solle.


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