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Welche Partei soll ich wählen? Alternativen zum Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Niedersachsen 2017

Von Julia Barthel

Alternativen zum Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Niedersachsen 2017: Welche Partei soll ich bei der niedersächsischen Landtagswahl 2017 wählen? Foto: Dariusz Sankowski/ NOZ/MovactAlternativen zum Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Niedersachsen 2017: Welche Partei soll ich bei der niedersächsischen Landtagswahl 2017 wählen? Foto: Dariusz Sankowski/ NOZ/Movact

Osnabrück. Niedersachsen wählt nicht wie geplant Anfang 2018, sondern schon am 15. Oktober 2017 einen neuen Landtag. Daher gibt es keinen Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Niedersachsen 2017. Hier finden Sie die besten Alternativen zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl 2017 in Niedersachsen.

Unentschlossene Wähler können vor politischen Wahlen Entscheidungshilfen wie den Wahl-O-Mat nutzen. So können sie ihre eigenen Positionen mit denen der Parteien abgleichen. Zur Landtagswahl in Niedersachsen am 15. Oktober 2017 wird es allerdings keinen Wahl-O-Mat geben. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) teilte bereits im August mit, dass es keinen Wahl-O-Mat zur Landtasgwahl in Niedersachsen geben wird, weil die Vorbereitungszeit durch den vorgezogenen Wahltermin nicht ausreiche.

Es gibt aber Alternativen zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl 2017 in Niedersachsen: NOZ Medien hat in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Movact den Wahlswiper veröffentlicht. Zudem hat die niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung den Landeswahlkompass 2017 konzipert. Wir stellen Ihnen hier die besten Entscheidungshilfen zur niedersächsischen Landtagswahl 2017 vor.

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Erste Alternative zum Wahl-O-Mat: Wahlswiper

So funktioniert es: Den Wahlswiper können Sie als App auf Android- und iOS-Smartphones installieren oder einfach im Browser aufrufen. Der Wahlswiper ist aufgebaut wie die Dating-App „Tinder“: 31 gestellte Fragen können einfach per Wischen mit „Ja“ oder „Nein beantwortet werden. Dabei werden politische Aussagen und Standpunkte präsentiert, denen Sie entweder zustimmen oder die Sie ablehnen können. Am Ende wird Ihnen dann die Partei präsentiert, die am besten zu ihnen passt. Darunter sind aktuelle Themen wie Fahrverbote für Diesel-PKW und Autobahnausbau, Elbvertiefung, die Landesbeteiligung an VW oder die Mietbreisbremse. Wenn Sie sich thematisch nicht auskennen, helfen Erklärvideos weiter. Weitere Informationen zum Wahlswiper 2017 für Niedersachsen gibt es hier.

So gut ist es: Vor allem für junge Wähler ist der Wahlswiper eine gute Alternative zum Wahl-O-Mat. Frisches Design und Erklärungen informieren über aktuelle Meinungen der Parteien und bieten eine gute Einordnung, welche eigenen Standpunkte mit denen der Parteien übereinstimmen. Neben CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AfD finden sich auch alle Randparteien wie das Bündnis der Generationen, die Piratenpartei oder die V-Partei. Entwickelt wurde die App Wahlswiper von der Berliner Agentur für digitale Medien „Movact“ in Kooperation mit NOZ Medien.

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Zweite Alternative zum Wahl-O-Mat: Landeswahlkompass

So funktioniert es: Sie können insgesamt 30 politische Statements bewerten. Aus Ihren Angaben ermittelt der Landeswahlkompass, welche Partei am besten zur Ihren Vorstellungen passt und zeigt Ihre Nähe oder Ferne zu den Parteien der Landtagswahl 2017 in einer Grafik an. Hier geht es direkt zum Landeswahlkompass.

So gut ist es: Der Landeswahlkompass wurde von der niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Auftrag gegeben. Entwickelt wurde er wie auch schon der Bundeswahlkompass von dem niederländischen Unternehmen Kieskompas in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen, der Helmut-Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und der Universität Oldenburg. Der Landeswahlkompass will ausdrücklich nicht als Wahlempfehlung verstanden werden. Stattdessen möchte er das Interesse für politische Inhalte fördern.

Dritte Alternative zum Wahl-O-Mat: Niedersachs-O-Mat

So funktioniert es: Beim Niedersachs-O-Mat kann ähnlich wie beim Wahl-O-Mat die eigene Haltung zu politischen Themen mit denen der Parteien verglichen werden. Dafür muss der Nutzer 38 Thesen mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ bewerten. Themen, die einem besonders wichtig erscheinen, können doppelt gewichtet werden. Am Ende wird dem Nutzer die Übereinstimmung mit den Meinungen aller Parteien in Prozent angezeigt. Hier geht es zum Niedersachs-O-Mat.

So gut ist es: Politikwissenschaftler der Universitäten Braunschweig, Freiburg und Düsseldorf haben das Tool entwickelt beteiligt. Technisch unterstützt wurden sie von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Das Programm soll den Wählern in Niedersachsen für den 15. Oktober als Entscheidungshilfe dienen.

Die Wahlprogramme zur Landtagswahl Niedersachsen 2017:


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