Zahlen rückläufig 6000 Migranten an Deutschlands Grenzen abgewiesen

Meine Nachrichten

Um das Thema Politik Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kontrolle an der Autobahn 8 in Bayern. An der Grenze zu Österreich finden nach wie vor Grenzkontrollen statt. Foto: dpaKontrolle an der Autobahn 8 in Bayern. An der Grenze zu Österreich finden nach wie vor Grenzkontrollen statt. Foto: dpa

Osnabrück. An Deutschlands Grenzen sind im ersten Halbjahr fast 6000 Menschen abgewiesen worden. Das zeigen Zahlen der Bundespolizei, die den Migranten die Einreise verweigerte.

Die Zahlen sind stark rückläufig: Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 13.000 Migranten. Der Rückgang hängt auch damit zusammen, dass mittlerweile nur noch an der Grenze zu Österreich Kontrollen durchgeführt werden. Hier hat die Bundespolizei in den ersten sechs Monaten 3344 Menschen die Einreise verweigert. Die Kontrollen waren im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 an allen Außengrenzen begonnen, zuletzt aber nur noch an der Grenze zum südlichen Nachbarn verlängert worden.

Neben der Landgrenze zu Österreich sind es vor allem Flughäfen in Deutschland, wo Reisende zurückgewiesen werden – 2340 im ersten Halbjahr. Hauptherkunftsländer der Migranten waren Albanien (553), Nigeria (507) und Syrien (418). (Weiterlesen: 20.000 Migranten an Deutschlands Außengrenzen abgewiesen). Im Juni stiegen die Gesamtzahlen allerdings wieder leicht an. An sämtlichen Außengrenzen wurden Migranten abgewiesen - darunter 21 an der Grenze zu den Niederlanden. Hintergrund sind Kontrollen, die im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburger wieder eingeführt worden waren.

Weniger Flüchtlinge eingetroffen

Unterdessen berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass die Zahl der in Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich gesunken. Laut einer Auflistung der Bundespolizei wurden im Juni 2017 insgesamt 3873 illegale Grenzübertritte registriert. Im Juni 2016 hatten die Behörden demnach 6652 illegale Grenzübertritte registriert. Die meisten illegal Einreisenden kamen dem Bericht zufolge über die deutsch-österreichische Grenze - insgesamt 1276 Flüchtlinge (Vorjahr 3537) wählten laut Bundespolizei diesen Weg. Noch deutlicher gingen illegale Einreisen über die Schweiz zurück: Ihre Zahl sank von 1010 im Juni 2016 auf 388 im Juni dieses Jahres. Einen Anstieg der Flüchtlingszahlen verzeichnete die Bundespolizei dagegen an den deutschen Flughäfen. Dort wurden im Juni 986 Flüchtlinge aufgegriffen, im Vorjahresmonat waren es 817. (Mit AFP)


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN