Juli-Chef lobt französischen Präsidenten Kuhle: „Ich würde mir in der FDP mehr Macron wünschen“

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Mitentscheiden via Internetvoting, statt nur Delegierte auf Parteitagen abstimmen zu lassen, das befürwortet Konstantin Kuhle, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen. Foto: David EbenerMitentscheiden via Internetvoting, statt nur Delegierte auf Parteitagen abstimmen zu lassen, das befürwortet Konstantin Kuhle, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die FDP sollte sich nach Meinung ihrer Jugendorganisation „Junge Liberale“ (Juli) ein Vorbild am neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron nehmen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Juli-Vorsitzender Konstantin Kuhle: „Ich würde mir in der FDP mehr Macron wünschen.“ Die Pläne des Franzosen zur Modernisierung Europas und der politischen Kultur seien beispielhaft, so Kuhle. Dessen ermutigende Politik sei zwar schwer umzusetzen, verdiene aber Unterstützung.

Zudem müsse über die EU ehrlicher kommuniziert werden. „Ich glaube, man muss vielen die Angst nehmen, dass mehr Kompetenzen für die EU mit nationalem Identitätsverlust einhergehen.“ Gerade Deutschland brauche eine starke Rolle bei der Gestaltung der EU nicht zu scheuen. Kuhle: „Wir verlieren mehr, wenn wir zaghaft sind.“

Auch parteiintern sind nach Meinung des Juli-Chefs Modernisierungen fällig. Kuhle wünschte sich weniger Hürden bei der Parteikarriere. Er plädiere für offene Modelle der Parteiendemokratie, wie Vorwahlen oder Onlineabstimmungen statt Delegiertenentscheidungen. Außerdem sollte ihm zufolge das Wohnortprinzip entfallen, das eine Mitgliedschaft im zuständigen Kreisverband des Wohnortes gebietet. Das gehe an der Lebensrealität vieler junger Menschen vorbei, so der 28-Jährige: „Das muss man an die persönliche Biografie anpassen können. Wer öfter umzieht, sollte nicht immer wieder von vorne anfangen müssen.“

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