BKA: Meist rechtsradikale Taten Angriffe auf Asylbewerberheime sinken deutlich

2015 wurden mehrere Brandanschläge auf Asylbewerberheime verübt, wie hier in Remchingen. Foto: dpa2015 wurden mehrere Brandanschläge auf Asylbewerberheime verübt, wie hier in Remchingen. Foto: dpa

Osnabrück. Die Angriffe auf Asylbewerberheime in Deutschland sind im ersten Halbjahr weiter deutlich zurückgegangen.

Seit Jahresanfang gab es bundesweit 137 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte. Das geht aus Zahlen des Bundeskriminalamtes BKA hervor, die unserer Redaktion vorliegen. Das ist nur noch ein Fünftel der Vorfälle vom ersten Halbjahr 2016 und liegt sogar unter dem Niveau vom ersten Halbjahr 2015, also vor der Flüchtlingskrise. Nach wie vor haben die meisten Anschläge einen rechtsradikalen Hintergrund. „Rechtsmotivierte Täter sind für 128 dieser Übergriffe verantwortlich“, schreibt das BKA. Überwiegend handelte es sich um Überfälle und Gewaltdelikte (25), Sachbeschädigungen (30) und Propagandadelikte (42). Die Polizei zählte aber auch 12 Brandstiftungen und zwei Sprengstoffexplosionen. Das BKA wies darauf hin, dass die Deliktzahlen nicht abschließend sind und wegen der laufenden Erfassung stets aktualisiert werden. Nach dem starken Flüchtlingszuzug 2015 waren fremdenfeindliche Anschläge und Überfälle sprunghaft nach oben gegangen. Allein im Gesamtjahr 2015 kam es zu etwas mehr als tausend Anschlägen, auch 2016 waren es noch knapp tausend. +++ trim


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