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Wie wird in Deutschland gewählt? Wahlsystem: So funktioniert die Bundestagswahl 2017

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Wie funktioniert die Bundestagswahl, die in Deutschland am 24. September 2017 stattfinden wird? Eine Übersicht. Symbolfoto: dpaWie funktioniert die Bundestagswahl, die in Deutschland am 24. September 2017 stattfinden wird? Eine Übersicht. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Das Wahlsystem zur Bundestagswahl 2017: Am 24. September steht die Bundestagswahl 2017 an. Die Wahl wird laut Gesetz allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein. Doch was bedeutet das?

Bei der Bundestagswahl 2017 wählt das deutsche Volk die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Es überträgt den Abgeordneten für die Legislaturperiode von vier Jahren die Macht im Staat.

Wie funktioniert das Wahlsystem zur Bundestagswahl 2017?

Der Bundestag ist die Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland und als maßgebliches Gesetzgebungsgremium ihr wichtigstes Organ. Er besteht aus Abgeordneten des deutschen Volkes. (Weiterlesen: Erststimmen und Zweitstimmen – wie wird in Deutschland gewählt?)

Das Wahlsystem in Deutschland einfach erklärt

Im Grundgesetz ist in Artikel 38 festgelegt, wie die Bundestagswahl abzulaufen hat:

  • 1.) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
  • 2.) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.

Weiterlesen: Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 - Welche Partei soll ich wählen?

Allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim wählen – was bedeutet das?

Doch was bedeutet es, dass die Wahl in Deutschland allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim ist?

  • allgemein: Alle Staatsbürger ab einem bestimmten Alter (in Deutschland 18 Jahre) können wählen und gewählt werden.
  • unmittelbar: Die Wähler wählen direkt einen oder mehrere Abgeordnete über eine Liste, nicht wie bei einer indirekten Wahl zunächst Wahlmänner, die dann die Abgeordneten wählen (wie bei der Wahl des Präsidenten der USA).
  • frei: Auf die Wähler darf keinerlei Druck ausgeübt werden. Ihre Stimme für einen Kandidaten oder für eine Partei abzugeben. Die Bürger sind auch frei, nicht zu wählen, es gibt keine Wahlpflicht.
  • gleich: Jede Stimme zählt gleich viel.
  • geheim: Es bleibt geheim, wie der Wähler abstimmt. Wahlkabine, Stimmzettel im Umschlag, Wahlurne oder Wahlgeräte dienen diesem Zweck.

Weiterlesen: Die Umfragewerte zur Bundestagswahl 2017

Mit Material von:

Die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl 2017 n der Übersicht:


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