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Im Überblick Regierungsbildung und Übergabe der Macht in den USA

Von dpa

Hat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael ReynoldsHat sich in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen: Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Michael Reynolds

Washington/New York. Der künftige US-Präsident Donald Trump steht vor seinen ersten Personalentscheidungen. Eine überraschende Absage fängt er sich dabei vom republikanischen Schwergewicht Newt Gingrich ein.

Überraschung: Newt Gingrich wird Trumps Regierung nicht angehören

Newt Gingrich, ehemaliger Sprecher des Abgeordnetenhauses, wird der Regierung Donald Trumps nicht angehören. Die „Washington Post“ berichtete, Gingrich habe dies am Telefon bestätigt. Diese Personalie ist eine echte Überraschung. Gingrich war unter anderem als Außenminister gehandelt worden.

Trump mit Abe zusammengetroffen

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben seines Teams in New York mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe getroffen. Abe war der erste ausländische Regierungschef, der Trump nach seinem Wahlsieg am 8. November traf. Das Gespräch sollte einen informellen Charakter haben, da Trump noch nicht im Amt ist. Im Wahlkampf hatte Trump wiederholt gesagt, Japan müsse für den Schutz durch die USA bezahlen. Auch eine atomare Bewaffnung des Landes brachte Trump ins Spiel.

Gouverneurin Haley hoch gehandelt - Trump trifft Romney

Von den vielen Namen, die derzeit für Posten unter Donald Trump gehandelt werden, überrascht der von Nikki Haley mit am meisten. Die erste Gouverneurin South Carolinas hatte Trump im Wahlkampf zum Teil offen kritisiert und seinen Konkurrenten Marco Rubio unterstützt. Nun wird Haley als Kandidatin für das Außenministerium gehandelt, obwohl sie keinerlei außenpolitische Erfahrung hat. Währenddessen sichtet Trump weiter das Feld: Am Wochenende trifft er sich mit Mitt Romney, dem einflussreichen Republikaner, der 2012 Barack Obama unterlag. Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend reist Trump nach Bedminster (New Jersey).

Israels UN-Botschafter: Trump ist ein wahrer Freund Israels

Donald Trump ist in den Augen von Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ron Dermer, ein wahrer Freund Israels. Gleiches gelte für den künftigen Vizepräsidenten Mike Pence, sagte Dermer nach einem Besuch im New Yorker Trump Tower. Man freue sich auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Regierung, einschließlich Stephen Bannons. Trumps Chefstratege im Weißen Haus steht wegen nationalistischer Verlautbarungen der Seite Breitbart News, deren Chef er war, in der Kritik. Bannon persönlich wird auch Antisemitismus unterstellt.

Von wegen Einbruch: „New York Times“ erlebt Welle an Neu-Abos

Die „New York Times“ hat nach eigenen Angaben in den sieben Tagen nach der US-Wahl ein Plus von 41 000 neuen Abonnements verzeichnet. Diese Zahlen umfassten digitale Bezahlangebote ebenso wie die Print-Ausgabe, teilte das Unternehmen mit. Es sei der größte Zuwachs seit der Einführung digitaler Bezahlmodelle im Jahr 2011. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich noch behauptet, das Blatt verliere nach der Wahl wegen der schlechten Berichterstattung über ihn massiv Leser und Abonnements. Trump beschimpfte die Zeitung über Twitter, das tat er auch während des Wahlkampfes schon öfter.

Auch Kissinger bei Trump

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat sich mit dem früheren republikanischen Außenminister Henry Kissinger getroffen. Beide hätten über China, Russland, den Iran, die EU und andere Themen gesprochen, teilte Trumps Team mit. „Ich habe enormen Respekt vor Dr. Kissinger und schätze es sehr, dass er seine Gedanken mit mir teilt“, erklärte Trump. Kissinger hatte nach der Wahl gesagt, er habe den Sieg des Republikaners nicht kommen sehen. Der 1923 in Fürth geborene Kissinger war zwischen 1973 und 1977 Außenminister unter dem damaligen Präsidenten Richard Nixon.


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