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25.07.2016, 17:54 Uhr zuletzt aktualisiert vor PARTEITAG DER US-DEMOKRATEN

Ärger vor Clintons Nominierungsparty: Für Hillary wird es eng

Kommentar von Marion Trimborn

Die Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahlen, Hillary Clinton kämpft mit einem neuen Skandal. Foto: AFPDie Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahlen, Hillary Clinton kämpft mit einem neuen Skandal. Foto: AFP

Osnbrück. Ein E-Mail-Skandal überschattet den Wahlparteitag der Demokraten in den USA. Die Mails belegen, dass Hillary Clinton von der Parteiführung gegenüber ihrem internen Rivalen Sanders bevorzugt wurde. Im Kampf um den Einzug ins Weiße Haus wird es eng für Hillary.

Der Name Clinton hat in Amerika einen ganz besonderen Klang. Da ist Bill Clinton, der erfolgreiche US-Präsident der 90er Jahre. Seine Frau Hillary nutzt seine Beliebtheit in ihrem Wahlkampf fürs Präsidentenamt. Doch ist Hillary die richtige Kandidatin? Die Frage stellt sich.

Die Clintons stehen für das politische Establishment, von dem viele Amerikaner zutiefst enttäuscht sind. Bill und Hillary repräsentieren die Macht des Geldes, aber auch der Korruption. Die Amerikaner mögen Hillary nicht, die wegen ihrer E-Mail-Affäre ein Vertrauensproblem hat.

Zudem ist Hillarys Wahlkampf voller Fehler und Pannen. Clinton ließ sich von ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump vorführen. Und parteiintern erklärte sie sich vorschnell gegen ihren Rivalen Bernie Sanders als Siegerin. Jetzt weiß man, warum. Gehackte E-Mails belegen, dass die Parteispitze Sanders sabotieren wollte. Durch den Skandal ist Hillary blamiert und ihre Partei zerfleischt sich selbst. Der Auftakt des Parteitages ist vermasselt.

Kein Wunder, dass Trump in Umfragen jetzt vorn liegt . Bis zu den Wahlen sind es noch vier Monate. Hillary muss dringend mit seriöser Politik punkten - sonst hat sie gegen Trump keine Chance.


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