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Liveticker zum Nachlesen Türkei: Erdogan fordert von Obama Auslieferung Gülens


Osnabrück. In der Türkei hat sich am Freitagabend ein Militärputsch ereignet. In der Nacht gelang es Anhängern von Präsident Erdogan, den Aufstand niederzuschlagen. Dabei starben über 265 Menschen.


PUTSCHVERSUCH IN DER TÜRKEI

15. Juli 2016 22:27



Dirk Fisser
15. Juli 2016 22:32


Dirk Fisser
15. Juli 2016 22:40


Dirk Fisser
15. Juli 2016 23:09


Sven Mechelhoff
15. Juli 2016 23:17
Sven Mechelhoff
15. Juli 2016 23:39

Beim Putsch gegen die Regierung in der Türkei hat das Militär einem Medienbericht zufolge den Flugverkehr am Atatürk-Flughafen in Istanbul gestoppt. Soldaten hätten den Tower am größten Flughafen des Landes am Freitagabend unter ihre Kontrolle gebracht, meldet die private Nachrichtenagentur DHA.

via dpa
dpa-live Desk
15. Juli 2016 23:40
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat das Volk zu öffentlichen Versammlungen gegen den Militärputsch aufgerufen. In einem live übertragenen Telefonanruf beim Sender CNN Türk sagte Erdogan am Freitagabend: „Ich rufe unser Volk auf, sich auf den Plätzen und am Flughafen zu versammeln. Sollen sie (die Putschisten) mit ihren Panzern und ihren Kanonen machen, was sie wollen."

Dirk Fisser
15. Juli 2016 23:41

Durch die Machtübernahme solle unter anderem die verfassungsmäßige Ordnung, die Demokratie und die Menschenrechte wiederhergestellt werden, teilte das Militär am nach Angaben der privaten Nachrichtenagentur DHA mit.

via dpa
dpa-live Desk
15. Juli 2016 23:42
So gibt Erdogan derzeit ein Live-Interview im türkischen TV:

Dirk Fisser
15. Juli 2016 23:43

Aus dem Präsidialamt Erdogans heißt es: «Das ist ein Angriff gegen die türkische Demokratie. Eine Gruppe innerhalb der Streitkräfte hat außerhalb der Kommandostruktur einen Versuch unternommen, die demokratisch gewählte Regierung zu stürzen. Die Mitteilung im Namen der Streitkräfte war vom Militärkommando nicht autorisiert. Wir drängen die Welt, solidarisch zum türkischen Volk zu stehen.»  


Foto: Legnan Koula, epa/dpa/Archiv
via dpa
dpa-live Desk
15. Juli 2016 23:48
Lufthansa und andere Linien leiten Flüge in die #Türkei um #Turkey
via twitter
Die Nachrichten
15. Juli 2016 23:49
Der türkische Präsident ist an einem geheimen Ort, wird via Skype interviewt. #türkei

via twitter
Claas_BILDde
15. Juli 2016 23:53
Aus Präsidialamtskreisen hieß es, Erdogan sei an einem sicheren Ort. Nähere Angaben zum Aufenthaltsort gab es zunächst nicht.
Dirk Fisser
15. Juli 2016 23:54

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ruft das Volk zu öffentlichen Versammlungen gegen den Militärputsch auf. In einem live übertragenen Telefonanruf beim Sender CNN Türk sagt Erdogan: «Ich rufe unser Volk auf, sich auf den Plätzen und am Flughafen zu versammeln. Sollen sie (die Putschisten) mit ihren Panzern und ihren Kanonen machen, was sie wollen.»

via dpa
dpa-live Desk
15. Juli 2016 23:57
Es werden Explosionen gemeldet, angeblich aus dem Gebäude des Staatssenders TRT. Dieser hat den Betrieb derzeit eingestellt. Es wird auch von Helikoptern berichtet, die Gebäude unter Beschuss nehmen.
Dirk Fisser
15. Juli 2016 23:58

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist nach Angaben aus Kreisen seines Amtes trotz des Putschversuches des Militärs nicht abgesetzt. «Der demokratisch gewählte Präsident der Türkei und die Regierung sind an der Macht», heißt es aus Kreisen des Präsidialamtes.

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:06
Live-Streams aus der Türkei zeigen, dass Menschen offensichtlich dem Aufruf Erdogans folgen und auf den Straßen demonstrieren - vor allem in Istanbul und Ankara. 
Zugleich wird aber auch von Hamsterkäufen berichtet und Türken, die zu Geldautomaten eilen.


Dirk Fisser
16. Juli 2016 00:06

Das amerikanische Außenministerium ruft US-Bürger in der Türkei zu verstärkter Wachsamkeit auf. Sie sollten Schutz suchen und das Haus nicht verlassen, schreibt das Ministerium im Kurznachrichtendienst Twitter. Die US-Botschaft in Ankara habe bestätigt, dass Schüsse gefallen seien. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:09

Der Putschversuch des türkischen Militärs hat die Landeswährung abstürzen lassen. Ein Euro kostet zuletzt 3,3671 Lira. Am Donnerstag hatte der Kurs noch 15 Cent niedriger gestanden. Der US-Dollar legte zur Lira um 14 Cent zu.

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:11


Auf Twitter sieht man nun viele Bilder wie dieses hier.

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:12

Aus Präsidialamtskreisen heißt es, Erdogan sei an einem sicheren Ort. Nähere Angaben zum Aufenthaltsort gab es zunächst nicht. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:14

Weitere Impressionen aus dem nächtlichen Istanbul hat auch der Blogger Ruslan Trad gepostet.



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:15


Dirk Fisser
16. Juli 2016 00:16

Die Putschisten haben eine Ausgangssperre im ganzen Land verhängt. Die Ausgangssperre diene der Sicherheit der Bürger, heißt es in einer Erklärung, die Putschisten im Staatssender TRT 1 verlesen lassen. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:18

US-Präsident Barack Obama ist von seinem Nationalen Sicherheitsrat über die Lage in der Türkei unterrichtet worden. Das teilt der Sprecher des Gremiums, Ned Price, mit.



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:18

Auf Instagram sieht man kurze Handy-Videos, die Schusswechsel zeigen.


Kampfhubschrauber und Militärjets sind über der Stadt. Panzer auf den Strassen , zahlreiche tote hier in Ankara & Istanbul . Das Militär ist für die Verteidigung eines Staates zuständig !. Das türkische Militär schießt sogar auf unschuldige Menschen auf der Straße. Alle sind nachhause geflüchtet ...

See this Instagram video by @busra_x * 20 likes

Instagram | by busra_x
via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:20

Eine Maschine der niederländischen Fluggesellschaft KLM mit 184 Menschen an Bord hat ihren Flug nach Istanbul abgebrochen und kehrt zurück nach Amsterdam. Das hat die Fluggesellschaft nach eigenen Angaben wegen der unsicheren Lage in der Türkei entschieden. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:28

Auch die staatliche russische Fluggesellschaft Aeroflot ruft einen von Moskau nach Istanbul gestarteten Flug zurück, wie die Agentur Tass meldet. Auch bevorstehende Flüge anderer russischer Airlines sollen voraussichtlich ausgesetzt werden. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:30

Im Istanbuler Stadtteil Tophane ziehen Dutzende Gegner des Putsches auf die Straße. Ein dpa-Reporter berichtet, die Menge rufe unter anderem «Gott ist groß» und «Nein zum Putsch». Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Türken zuvor zu Demonstrationen für seine Regierung aufgerufen. In anderen Vierteln Istanbul blieb es dagegen ruhig. Über der Stadt waren aber immer wieder Militärjets zu hören. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:33

Das US-Außenministerium warnt seine Bürger vor dem Putsch in den USA:



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:33

Nach der Besetzung des Atatürk-Flughafens in Istanbul durch das Militär ist die Armee nach Angaben aus Präsidialkreisen wieder vom Gelände abgezogen. Die Nachrichtenagentur DHA berichtet,  Demonstranten seien auf das Gelände des Atatürk-Flughafens eingedrungen. Daraufhin habe das Militär den Flughafen verlassen. 

via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:35


Dirk Fisser
16. Juli 2016 00:40

Präsident Erdogan will sich angeblich in Istanbul oder Ankara öffentlich zeigen



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:41

Der US-Fernsehsender CNN International zeigt Live-Bilder aus Istanbul: Menschen strömen in Massen auf die Straße und schwenken türkische Fahnen. 



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:44

Die britische BBC zeigt unterdessen Aufnahmen von einer der Brücken über den Bosporus - Schüsse sind zu hören.



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:46

In einem Interview des Senders CNN Türk macht der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich.. 


Der Führer der Gülen-Bewegung: Prediger Fethullah Gülen. Foto: Selahattin Sevi, epa/dpa/Archiv
via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:48

Iran äußert sich «zutiefst besorgt» über die Lage im Nachbarland Türkei. Besonnenheit und Sicherheit der türkischen Bevölkerung seien derzeit besonders wichtig und notwendig, schreibt Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in der Nacht bei Twitter. Die Nachrichtenagentur Fars meldet, dass nach dem Militärputsch in der Türkei Präsident Hassan Ruhani eine Krisensitzung des Sicherheitsrats in Teheran einberufen habe. Eine offizielle Bestätigung jedoch liegt in den frühen Morgenstunden noch nicht vor. Laut Fars wurden auch zumindest zwei iranische Grenzübergänge zur Türkei vorläufig geschlossen.

 
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:53

Ein Video zeigt laut der Nachrichtenagentur Anadolu festgenommene Soldaten auf einem Revier. Ihnen sollen von der Polizei die Waffen abgenommen worden sein.



via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:56

Russland und die USA rufen zum Frieden auf. «Blutige Zusammenstöße müssen vermieden und sämtliche Probleme ausschließlich verfassungskonform gelöst werden», mahnt der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry in Moskau. Kerry betont der Agentur Interfax zufolge, er hoffe auf Stabilität, Frieden und Kontinuität in der Türkei. Beide betonen, dass sie erst kürzlich die Berichte gehört und daher keine tieferen Informationen dazu hätten. 


Foto: Yuri Kochetkov, epa/dpa
via dpa
dpa-live Desk
16. Juli 2016 00:56
Präsident Erdogan und seine Kreise bezichtigen die sogenannte Gülen-Bewegung hinter dem Putsch zu stecken. Was hat es damit auf sich? Ein Überblick:

Für die meisten innenpolitischen Krisen macht Präsident Recep Tayyip Erdogan seit längerem die mächtige Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen mitverantwortlich. Erdogan wirft seinem einstigen Verbündeten vor, einen Staat im Staate errichten zu wollen und seinen Sturz zu betreiben.
Die Regierung geht massiv gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vor, die sie vor allem bei der Polizei und in der Justiz vermutet. Die Gülen-Bewegung wurde zur Terrororganisation erklärt, viele ihrer führende Köpfe stehen auf einer Liste der meistgesuchten Terroristen der Türkei. 
Der heute 75-jährige Gülen hat sich ursprünglich als einflussreicher islamischer Prediger einen Namen gemacht. Bis in die 80er Jahre hinein wirkte er als Iman in verschiedenen türkischen Städten. Mit seinen Predigten und Büchern über den Islam, über Bildungs- und Wissenschaftsfragen soziale Gerechtigkeit und interreligiösen Dialog begeisterte Gülen viele Gläubige.
Seine Bewegung Hizmet („Dienst") sieht einen ihrer Schwerpunkte in der Verbesserung von Bildungschancen. Seit 1999 lebt der gesundheitlich angeschlagene Prediger im US-Staat Pennsylvania. Er war nach einer Anklage wegen staatsgefährdender Umtriebe emigriert. 

Dirk Fisser

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