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Was sind die Folgen des Brexit? Abstimmung zum Brexit: Das Ergebnis und die Folgen

Die Briten haben für den Brexit gestimmt. Nun liegt das Wahlergebnis vor. Foto: dpaDie Briten haben für den Brexit gestimmt. Nun liegt das Wahlergebnis vor. Foto: dpa

London. Die Briten haben für den Brexit gestimmt. Nun liegt das Wahlergebnis vor.

51,9 Prozent der Briten haben für den Austritt aus der EU gestimmt, lediglich 48,1 Prozent für den Verbleib. Insgesamt votierten 17 410 742 Wähler beim EU-Referendum für den Brexit, 16 141 241 fürs Drinbleiben, wie die Vorsitzende der Wahlkommission, Jenny Watson, in Manchester bekannt gab.

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Die Entscheidung für den Brexit dürfte den Staatenverbund in eine Krise stürzen. „Die EU versagt, die EU stirbt“, sagte der Rechtspopulist Nigel Farage, einer der Brexit-Wortführer. Das Votum führte auf den internationalen Finanzmärkten zu Turbulenzen.

Folgen für die Wirtschaft

Katerstimmung in den Chefetagen nach dem Brexit: Die deutsche Wirtschaft ist fassungslos über das Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union. Die Industrie fürchtet harte und unmittelbare Folgen für den Handel mit der Insel. Dort arbeiten fast 400 000 Beschäftigte in Niederlassungen deutscher Firmen. „Der Brexit ist für die deutsche Wirtschaft ein Schlag ins Kontor“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, am Freitagmorgen. (Weiterlesen: Kommentar: Der Brexit ist ein Erdbeben für Europa)

Auch die Exportwirtschaft sprach von einer Katastrophe für Großbritannien, Europa und Deutschland. „Es ist bestürzend, dass die älteste Demokratie der Welt uns den Rücken kehrt“, meinte der Chef des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner. „Die Briten werden die Ersten sein, die unter den wirtschaftlichen Folgen leiden werden.“

Negativ für Wirtschaftsbeziehungen?

Nach Einschätzung der Industrie wird der Brexit sich direkt negativ auf die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich auswirken. „Wir erwarten in den kommenden Monaten einen deutlichen Rückgang des Geschäfts mit den Briten. Neue deutsche Direktinvestitionen auf der Insel sind kaum zu erwarten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes BDI, Markus Kerber. Die Beschäftigten in deutschen Niederlassungen stünden vor unsicheren Zeiten. Besonders betroffen vom Brexit seien die Branchen Auto, Energie, Telekom, Elektronik, Metall, Einzelhandel und Finanzen.


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