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27.05.2016, 15:08 Uhr KOMMENTAR

Trump ist Präsidentschaftskandidat: Keine gute Nachricht

Kommentar von Stefanie Witte

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Osnabrück. Im Friedenspark von Hiroshima steht der amerikanische Präsident 71 Jahre nach dem Atombombenabwurf in Hiroshima. Er hält kurz inne, schließt die Augen, gedenkt anschließend der Opfer in einer würdevollen Rede. So hat es Obama gemacht. Und dann stelle man sich einen US-Präsidenten Donald Trump vor.

In seiner Rolle als polternder Milliardär wäre er bei einer solchen Zeremonie fehl am Platz. Trotzdem ist Trump nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Trump, der sich noch nie in einem politischen Amt bewährt hat, hetzt munter gegen Behinderte, Mexikaner und andere. Vielen Bürgern scheint diese Rhetorik des Auf-den-Tisch-Hauens zu gefallen. Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für die Demokratie, in der es darum geht, Minderheiten zu schützen. Es ist auch abzusehen, dass ein Präsident Trump die mühsam aufgebauten Beziehungen zu Staaten wie Japan und Vietnam, aber auch zu den großen Playern Russland und China torpedieren würde.

Wie sich die Amerikaner am 8. November entscheiden werden, ist unklar. Sehr wahrscheinlich ist aber: Sollte Trump als Präsident die USA repräsentieren, werden die Probleme in Amerika und der Welt nicht kleiner.


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