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Prozesse Urteil: Männliche Küken dürfen weiter getötet werden

Von dpa

Auf grausame Art und Weise werden viele Küken vernichtet: Die Züchter stecken sie kurz nach dem Schlüpfen in den Schredder oder vergasen sie. Das treibt die Tierschützer auf die Palme. Foto: Marc Müller/ArchivAuf grausame Art und Weise werden viele Küken vernichtet: Die Züchter stecken sie kurz nach dem Schlüpfen in den Schredder oder vergasen sie. Das treibt die Tierschützer auf die Palme. Foto: Marc Müller/Archiv

Münster. Ist das millionenfache Töten von männlichen Küken notwendig? Nach Ansicht der Agrar-Industrie ja. In Münster fiel am Freitag ein bundesweit beachtetes Urteil.

Das Töten männlicher Küken direkt nach dem Schlüpfen verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden und damit mehrere Urteile von Verwaltungsgerichten in NRW gegen einen Erlass der rot-grün

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Zahlen und Fakten:

  • Der Verbrauch von Geflügelfleisch in Deutschland hat seit 1990 um rund zwei Drittel zugenommen.
  • Knapp 20 Kilogramm Geflügel verzehrte jeder Bundesbürger im Jahr 2014.
  • Mit fast 1,58 Millionen Tonnen erreichte der Gesamtverbrauch einen Spitzenwert.
  • Produziert wird das Fleisch von rund 6400 Geflügelhaltern. Etwa 4500 davon halten Hähnchen, 1900 Puten.
  • Mit fast zwei Dritteln machen Jungmasthühner den größten Anteil bei der Fleischerzeugung aus, knapp ein Drittel des Fleisches stammt von Truthühnern.
  • Das Statistische Bundesamt zählte 2015 mehr als 40 Millionen Legehennen - und das nur in industriellen Betrieben mit mehr als 3000 Tieren. Kleinere Höfe und Privatbestände kommen noch hinzu.
  • Fast 11,8 Milliarden Eier wurden in den Großbetrieben produziert.
  • Durchschnittlich 233 Eier verspeiste jeder Bundesbürger 2015.
  • Mit knapp 12 Prozent erreichte der Anteil der gekauften Bioeier einen Höchstwert.
  • Mit gut 60 Prozent sorgt die Bodenhaltung immer noch für den Löwenanteil. Auf die Freilandhaltung entfallen rund 18 Prozent bei steigender Tendenz. Mit nur noch 10 Prozent geht die Käfighaltung immer weiter zurück.

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