Absurde Verschwörungstheorien Und Hitler lebt hinter der Eis-Mauer bei den Reptiloiden...

Im Gleichschritt marschieren in der Antarktis die Pinguine - aber auch Nazis? Das jedenfalls glauben Verschwörungstheoretiker. Foto: imago/Nature Picture LibraryIm Gleichschritt marschieren in der Antarktis die Pinguine - aber auch Nazis? Das jedenfalls glauben Verschwörungstheoretiker. Foto: imago/Nature Picture Library

Osnabrück. Adolf Hitler ist in eine Nazi-Basis in der Antarktis geflohen, die Windsors sind Echsenmenschen und die Erde ist flach: Viele Verschwörungstheorien muten so absurd an, dass Lachen die einzig vernünftige Reaktion zu sein scheint. Doch auch diese sind alles andere als ein harmloser Spaß.

„Die Leute die uns mit allem belogen haben – die müssen wir finden und bloßstellen. Am Ende womöglich einfach umbringen lassen...“.Der Nutzer hinter dem Pseudonym „Cae sar“ ist sauer. Darüber, dass er belogen wurde, darüber, dass Schule, Po

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Die Neuschwabenland-Theorie: 

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges liefen zwei deutsche U-Boote in einen argentinischen Hafen ein - waren sie Teil eines größeren Konvois, der Adolf Hitler sowie andere Nazi-Größen nebst einer gewaltigen Streitmacht in eine geheime Antarktis-Festung brachten? Die argentinische Zeitung „La Critica“ jedenfalls behauptete das damals - und in rechtsesoterischen Kreisen glaubt man das auch heute noch. Tatsächlich brach 1938 das Schiff „Schwabenland“ in die Antarktis auf und nahm eine 600.000 Quadratkilometer große Region  unter dem Namen “Neuschwabenland“ (heute: Königin Maud-Land) in Besitz. Ihr Ziel war tatsächlich der Aufbau einer Basis - allerding für die deutsche Walfangflotte. Weil England weite Teile des Atlantiks kontrollierte, wichen das NS-Regime in diese Region aus, um aus den Tieren für die Industrie wichtigen Tran zu gewinnen.

Doch durch zwei Operationen der Alliierten entstand die Neuschwabenland-Legende:  1944 starteten die Briten mit einem 14-köpfigen Team die Operation „Tabarin“, um Gebietsansprüche zu sichern. Kurz nach dem Krieg brach eine US-amerikanische Flotte mit 13 Schiffen, 33 Flugzeugen und 4700 Soldaten unter dem Kommando von Admiral Richard E.Byrd zur Operation „Highjump“ auf. Es handelte sich dabei um eine militärische Trainingsoperation des US-Militärs, auch in Hinblick auf eine kommende Auseinandersetzung mit der Sowjetunion. Die Anhänger der Neuschwabenland-Theorie allerdings sahen in beiden Operationen versuchte - und gescheiterte - Angriffe auf die geheime Nazi-Basis. Nach seiner Rückkehr äußerte Byrd in einem Interview die Sorge, dass schnelle Düsenflugzeuge für einen Angriff auf die USA die Route über den Pol wählen könnten. In dieser Aussage, gepaart mit der zu dieser Zeit durch die sich durchsetzende Düsenflugzeugtechnik vermehrten Sichtung von Ufos, sahen Verschwörungstheoretiker eine Bestätigung für die Existenz deutscher Superwaffen, wie etwa einer Reichsflugscheibe. Endgültig bestätigt von der Existenz der Basis zeigte sie sich, nachdem die USA 1958 drei Atombomben im Rahmen der Operation „Argus“ in der südlichen Hemisphäre zündeten. Dass die Tests in tausenden Kilometern Entfernung zu „Neuschwabenland“ stattfanden, tat der Theorie keinen Abbruch.

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