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17.03.2016, 17:08 Uhr MARCO RUBIO GIBT AUF

Vorwahlen in den USA: Trumps süßer Triumph

Ein Kommentar von Franziska Kückmann


Trump triumphiert: In Florida fuhr der Republikaner einen besonders süßen Sieg ein. Imago/Zuma PressTrump triumphiert: In Florida fuhr der Republikaner einen besonders süßen Sieg ein. Imago/Zuma Press

Osnabrück. Besonders der Sieg in Florida muss süß gewesen sein für den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Er gewann gegen den dortigen Senator Marco Rubio. Die Niederlage war auch eine Watsche gegen das republikanische Establishment.

So langsam wird es eng für jene, die eine Präsidentschaftskandidatur des Rechtspopulisten Donald Trump verhindern wollen. Nach diesen fünf US-Vorwahlen präsentiert sich der Milliardär einmal mehr mit stolzgeschwellter Brust: Mindestens drei Siege hat er errungen und den Vorsprung bei den Delegiertenstimmen ausgebaut. Da gerät es beinahe zur Nebensache, dass nach diesen Vorwahlen bei den Demokraten einer Kandidatur Hillary Clintons fast nichts mehr im Wege steht.

Watsche für die Partei

Besonders süß dürfte für Trump der Sieg in Florida gewesen sein – gegen den dort beheimateten Senator Marco Rubio, den bisherigen Favoriten des republikanischen Establishments. Geschlagen zog der sich aus dem Rennen zurück. Die Niederlage war nicht nur eine deutliche Watsche für Rubio, sondern auch für die Parteiführung insgesamt.

Immer offener diskutiert diese, wie sie Trump doch noch stoppen könnte. Aber diese Überlegungen kommen zu spät. Viel zu lange hat die „Grand Old Party“ den exzentrischen Geschäftsmann walten lassen.

Verzwickte Lage

Tatsächlich wäre es waghalsig, auf der Nominierungsveranstaltung im Juni über parteipolitische Kniffe doch einen anderen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Das würde schließlich genau jene Willkür des politischen Establishments bestätigen, gegen die Trump so wählerwirksam wettert. Verzwickter könnte die Lage für die Republikaner nicht sein.


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