Partei sieht sich verfolgt AfD-Vergleich mit Judenverfolgung sorgt für Aufruhr

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Der Kreisverband der AfD kommentierte auf seiner Facebook-Seite, dass die eigenen Mitglieder wohl bald auch noch „blaue Sterne“ tragen müssten. Foto: dpaDer Kreisverband der AfD kommentierte auf seiner Facebook-Seite, dass die eigenen Mitglieder wohl bald auch noch „blaue Sterne“ tragen müssten. Foto: dpa

KNA Bonn/Düsseldorf. Ein Vergleich der eigenen Lage mit der Judenverfolgung durch die Krefelder AfD erregt die Gemüter.

Am Dienstag berichtete die „Rheinische Post“ über einen Facebook-Post des Kreisverbandes von Anfang März. Darin sagte die Partei voraus, dass AfD-Mitglieder bald einen „blauen Stern“ tragen müssten – eine Anspielung auf die Kennzeichnungspflicht für Juden, die ab 1939 im besetzten Polen und ab 1941 in Deutschland einen gelben Stern tragen mussten.

„Stern wie eine Auszeichnung tragen“

Hintergrund ist der Zeitung zufolge der Ausschluss eines AfD-Mitgliedes aus der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt wegen dessen Partei-Zugehörigkeit. Die Krefelder AfD kommentierte das auf ihrer Facebook-Seite mit den Worten: „Und immer weitere Berufsverbote für AfD’ler kommen hinzu. Freuen Sie sich schon auf den blauen Stern? Wir wissen: Wir werden den Stern wie eine Auszeichnung tragen! Bis zum bitteren Ende!“

Der Kreisverband reagierte unterdessen bereits auf den Bericht. Auf der Facebook-Seite ist der Zeitungsartikel verlinkt. Dazu passe, so die AfD, dass die BVB-Freunde Deutschland AfD-Mitglieder und -Wähler „ausschließen wollen, falls diese sich zur Partei bekennen, da Sympathien für die AfD nicht mit der Satzung des Fanclubs vereinbar seien. Endscheiden Sie selbst an was Sie dieses Vorgehen erinnert“, so der Kreisverband.

Kommentare gespalten

Die Kommentare von Nutzern des sozialen Netzwerks sind gespalten: Manche werfen der AfD eine Verharmlosung der Schoah vor. Andere meinen, es gehe im aktuellen Fall „eindeutig um Ächtung und Verfolgung“.


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