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11.03.2016, 14:18 Uhr LICHTBLICK FRIEDENSGESPRÄCHE

Fünf Jahre Krieg: Wie Syrien im Chaos versank

Ein Kommentar von Franziska Kückmann


Ein Kämpfer in Aleppo: Seit fünf Jahren tobt in Syrien Krieg. Weite Teile des Landes sind zerstört, jeder vierte Syrer ist mittlerweile ins Ausland geflohen. Foto: Imago/Itar-TassEin Kämpfer in Aleppo: Seit fünf Jahren tobt in Syrien Krieg. Weite Teile des Landes sind zerstört, jeder vierte Syrer ist mittlerweile ins Ausland geflohen. Foto: Imago/Itar-Tass

Osnabrück. Vor fünf Jahren begann der Syrien-Krieg mit einem Aufstand gegen das Regime in der Stadt Daraa. Seither versinkt das Land im Chaos. Immerhin: Einen kleinen Lichtblick gibt es inzwischen.

Ein halbes Jahrzehnt Krieg in Syrien: Wer hätte vor fünf Jahren geahnt, dass es einmal so weit kommt? Damals, als im März 2011 in der Stadt Daraa die ersten Demonstranten auf die Straße gingen und gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad protestierten, herrschte Aufbruchstimmung in der arabischen Welt. Tunesien und Ägypten hatten sich ihrer Langzeitherrscher bereits entledigt. Aber Syriens Schicksal sollte anders werden. Syrien versank im Chaos.

Unermessliche Not

Wer die Ereignisse des vergangenen Jahres betrachtet, den wundert es nicht, dass Hilfsorganisationen vom bisher schlimmsten Kriegsjahr sprechen. Der Terror des Islamischen Staates, die Angriffe der Anti-IS-Koalition, der Vormarsch der Assad-Truppen mit russischer Luftunterstützung, parallel dazu mehr Engagement der gegnerischen Milizen und ihrer Hintermänner – all das hat die Not der Syrer ins Unermessliche gesteigert und immer mehr Verzweifelte in die Flucht getrieben. Wem ist es da zu verdenken, für sich und seine Familie nach einer sicheren Zukunft in Europa zu suchen?

Wenig wird erwartet

Ein schwacher Lichtblick ist immerhin, dass die Waffenruhe seit Ende Februar in weiten Teilen hält. So haben neue Friedensgespräche ab Montag in Genf überhaupt erst eine Chance. Viel ist noch ungeklärt, wenig wird erwartet. Doch fünf Jahre nach Kriegsbeginn drängt eine diplomatische Lösung mehr denn je.


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