ARD-Deutschlandtrend: Angela Merkel kommt aus dem Umfragetief

Von Christian Schaudwet

Angela Merkel, Bundeskanzlerin. Foto. imago/Lukas BarthAngela Merkel, Bundeskanzlerin. Foto. imago/Lukas Barth

Köln/Osnabrück. Angela Merkels Beliebtheit hatte im Februar arg gelitten, nun scheint es für sie wieder aufwärtszugehen: Auf der Beliebtheitsskala des ARD-Deutschlandtrends hat die Kanzlerin um acht Punkte zugelegt. Der bundesweiten Umfrage nach sind derzeit 54 Prozent der Bevölkerung mit ihrer Arbeit zufrieden. Und die meisten schämen sich für die Gewalt gegen Flüchtlinge.

Der Politik der gesamten Bundesregierung bescheinigen das nur 43 Prozent – drei Punkte mehr als im Vormonat. 58 Prozent sind mit ihr weniger oder gar nicht zufrieden.

Ein Teil des Unmuts gilt der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. 59 Prozent sind damit gar nicht oder nur wenig zufrieden. Zugleich schämen sich die Befragten mit großer Mehrheit (83 Prozent) für gewalttätige Proteste gegen Flüchtlinge. Im September äußerten noch 87 Prozent Scham für Übergriffe auf Flüchtlinge. 76 Prozent wollen dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend zufolge, dass Politiker die Übergriffe schärfer verurteilen. Lediglich 34 Prozent finden, dass die Behörden genug tun, um Ausländer und Flüchtlinge vor fremdenfeindlicher Gewalt zu schützen.

Flüchtlingskrise: Zweifel europäischer Lösung

77 Prozent gaben in der repräsentativen Umfrage an, sie hielten einen europäischen Ansatz bei der Lösung der Flüchtlingskrise für sinnvoll. Dennoch glaubt nur ein Drittel, dass dies in naher Zukunft machbar ist. 63 Prozent befürworten eine nationale Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen – genauso viele wie im Vormonat. 49 Prozent sind für eine Wiedereinführung der Grenzkontrollen zwischen den EU-Ländern – vier Prozentpunkte weniger als im noch im Februar.


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