Ein Bild von Uwe Westdörp
22.02.2016, 18:25 Uhr zuletzt aktualisiert vor LANDTAGSWAHLEN

Wie man die AfD aufhält - und wie nicht

Kommentar von Uwe Westdörp

Aushängeschild der Afd: die Vorsitzende Frauke Petry. Foto: AFPAushängeschild der Afd: die Vorsitzende Frauke Petry. Foto: AFP

Osnabrück. Der Aufstieg der AfD scheint in der Flüchtlingskrise unaufhaltsam zu sein. Ihre Wahlchancen in gleich drei Bundesländern sind gut. Was tun?

Diese Umfrage ist ein Alarmzeichen : Die rechtspopulistische AfD kann bei den Landtagswahlen am 13. März mit bis zu 17 Prozent der Stimmen rechnen. In Sachsen-Anhalt ist sie damit stärker als die SPD. Da ist es kein Wunder, dass bei den Wahlkampfstrategen anderer Parteien die Nerven blank liegen. Dennoch sollten sie sich hüten, nun ebenfalls einfache Antworten auf Fragen der Flüchtlingspolitik zu verkünden und so in AfD-Gewässern fischen zu wollen.

Schließlich erschließt sich schon bei ein wenig Nachdenken, dass es in der Flüchtlingsfrage, einer der größten Herausforderungen der Zeit, keine einfachen Antworten gibt. Zudem bringen solche Worte aus dem Munde etablierter Politiker sowieso nichts. Denn Protestwähler sind nur schwer umzustimmen. Sie wollen CDU und SPD einen Denkzettel verpassen. Und sie werden sich davon nicht abbringen lassen – auch nicht, wenn einzelne Wahlkämpfer plötzlich nationale Maßnahmen zur Senkung der Flüchtlingszahlen in den Vordergrund stellen.

Was also tun? Viel wäre schon gewonnen, wenn CDU und SPD Einigkeit demonstrieren und nicht immer wieder durch interne Unstimmigkeiten oder Widersprüche auffallen würden. Denn das mehrt die Zweifel an den etablierten Parteien – und nährt die AfD.