AFD-Anhänger für Kriegsflüchtlinge ARD-Umfrage: Große Kritik an Flüchtlingspolitik

Die Aussetzung des Familiennachzugs halten nur 44 Prozent der Befragten für richtig. Foto: dpaDie Aussetzung des Familiennachzugs halten nur 44 Prozent der Befragten für richtig. Foto: dpa

Köln. Die Politik der Bundesregierung in der Flüchtlingskrise stößt laut einer Umfrage des ARD DeutschlandTrends auf große Kritik in der Bevölkerung. 81 Prozent der Befragten haben demnach nicht den Eindruck, dass die Regierung die Flüchtlingssituation in Deutschland im Griff hat. Nur 18 Prozent sind der Auffassung, dass die Bundesregierung die Lage im Griff hat.

Den aktuellen Plänen des Kabinetts stimmt dagegen eine große Mehrheit in mehreren Punkten zu. Die Kürzung von Sozialleistungen für Flüchtlinge, die sich nicht integrieren lassen wollen, wird von 88 Prozent der Befragten für richtig befunden (10 Prozent dagegen). 78 Prozent begrüßen die Entscheidung, Algerien, Marokko und Tunesien zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, in die Flüchtlinge schneller zurückgeschickt werden können (13 Prozent dagegen). 77 Prozent halten die Schaffung von Zentren an der Grenze, um Flüchtlinge ohne Asylanspruch direkt zurückweisen zu können, für eine richtige Maßnahme zum Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland (19 Prozent dagegen).

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Die Einführung einer Obergrenze zur Aufnahme von Flüchtlingen wird von 63 Prozent der Bevölkerung befürwortet (33 Prozent dagegen). Das sind zwei Punkte mehr als im Januar. Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen den EU-Ländern wird von 53 Prozent der Befragten für richtig befunden (-4 Punkte im Vergleich zum Vormonat). 42 Prozent lehnen diese ab.

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Die Aussetzung des Familiennachzugs, etwa für Bürgerkriegsflüchtlinge halten jedoch nur 44 Prozent der Befragten für eine richtige Maßnahme (-2 im Vergleich zum Vormonat). 49 Prozent lehnen sie ab. Die Akzeptanz einiger Fluchtgründe ist in der Bevölkerung weiterhin hoch: 94 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt, die vor Krieg oder Bürgerkrieg geflohen sind (2 Punkte weniger im Vergleich zum September-ARD-DeutschlandTrend). Selbst bei den AfD-Anhängern unterstützen dies 76 Prozent. 73 Prozent aller Befragten befürworten eine Aufnahme bei politischer oder religiöser Verfolgung (-9). Bei den AfD-Anhängern unterstützen dies 50 Prozent. Nur 25 Prozent aller Befragten finden, dass Deutschland Flüchtlinge aufnehmen soll, die geflohen sind, weil sie in ihrem Heimatland keine Arbeit und kein Auskommen haben (-3). Bei den AfD-Anhängern unterstützen dies 5 Prozent.


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