Streit innerhalb der AfD AfD-Landeschef Hampel stärkt Petry den Rücken

Der AfD-Landesvorsitzende Armin Paul Hampel stärkt der Parteivorsitzenden Petry den Rücken.

            
Foto: Gert WestdörpDer AfD-Landesvorsitzende Armin Paul Hampel stärkt der Parteivorsitzenden Petry den Rücken. Foto: Gert Westdörp

Muss AfD-Chefin Petry ihren Platz räumen? Nach ihren Äußerungen zum Schusswaffeneinsatz von Flüchtlingen an der Grenze ist in der Partei Streit entbrannt. Der niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Hampel gibt Petry Rückendeckung.

trim Osnabrück. Im innerparteilichen Streit um die Zukunft von Frauke Petry an der Spitze der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) gibt es Rückendeckung vom Bundesvorstand. In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte der niedersächsische Landesvorsitzende Armin Paul Hampel: „Ich bin der Überzeugung, dass Frau Petry die Unterstützung des Bundesvorstandes braucht und hat.“ Dies sei bei einer Telefonkonferenz klar geworden. Hampel, der auch Mitglied im Bundesvorstand ist, sieht keinen Anlass für einen Rücktritt von Petry nach ihren Äußerungen zum Schusswaffeneinsatz gegen Flüchtlinge an der Grenze. „Ich bin kein Freund von radikalen Lösungen“, sagte Hampel. „Ein Vorstand muss sich immer neu beweisen, sei es in der Politik oder im Fußball. Nach dem Spiel ist immer vor dem Spiel.“ Hampel distanzierte sich inhaltlich von den „nicht haltbaren Äußerungen“, nahm Petry aber auch in Schutz und sagte: „Ich glaube, dass Frauke Petry sich in dem Interview zu dieser Aussage gedrängt fühlte. Ich bin überzeugt davon, dass 90 Prozent aller AfD-Mitglieder und Wähler eine ganz klare Position haben, nämlich: An der Grenze wird nicht auf Flüchtlinge geschossen. Basta.“ Es sei nun Aufgabe der AfD, vor den am 13. März anstehenden Landtagswahlen in drei Bundesländern Geschlossenheit zu zeigen und diese Position geschlossen zu vertreten.

Petry hatte in einem Interview gesagt, Polizisten müssten illegalen Grenzübertritt verhindern und „notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen“. Das hatte einen Proteststurm ausgelöst. Auch AfD-Politiker hatten die Äußerungen kritisiert.


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