Lambsdorff zu Grenzkontrollen FDP-Politiker erwartet Milliardenkosten

Alexander Graf Lambsdorff (FDP) warnt vor Grenzkontrollen in Europa

            
Foto: Michael GründelAlexander Graf Lambsdorff (FDP) warnt vor Grenzkontrollen in Europa Foto: Michael Gründel

Osnabrück Neue Grenzkontrollen in Europa würden der Wirtschaft massiv schaden - das sagt der EU-Parlaments-Vize Alexander Graf Lambsdorff.

Der Vize-Präsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), sieht in möglichen neuen Grenzkontrollen eine „Bankrotterklärung“ der Bundesregierung, da sie schwere wirtschaftliche Schäden verursachen werde. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) sagte Lambsdorff: „Wenn Grenzschließungen aufgrund der chaotischen Berliner Flüchtlingspolitik unausweichlich würden, hätte das für unsere Wirtschaft hohe Verluste zur Folge.“ Es sei mit stundenlangen Lkw-Staus auf den Hauptverkehrsachsen zu rechnen, was die Kosten für Unternehmen massiv nach oben treibe. „Wenn jeder Lastwagen in Europa nur eine Stunde an der Grenze warten muss, kostet das drei Milliarden Euro pro Monat.“ Wenn ein Lastwagen von Polen nach Frankreich fahre, müsse er Deutschland, die Niederlande und Belgien durchqueren und vier Mal warten.

Zudem würden Grenzkontrollen die Arbeitsteilung von Europas Wirtschaft gefährden. Auf die Firmen kämen erhebliche Kosten zu, wenn Vorprodukte verspätet ankämen oder sie Hallen für die Lagerung bauen müssten. „Viele Wertschöpfungsketten gehen kaputt – und viele Produkte würden teurer für den Verbraucher“, warnte Lambsdorff.


0 Kommentare