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Wo war sie vier Tage lang? 15-jährige Aylin aus Essen unverletzt in Köln aufgetaucht

Seit Tagen wurde nach dem Mädchen gesucht - unter anderem in diesem Waldstück. Foto: Roland WeihrauchSeit Tagen wurde nach dem Mädchen gesucht - unter anderem in diesem Waldstück. Foto: Roland Weihrauch

Essen. Die seit Mittwoch spurlos verschwundene 15-jährige Aylin aus Essen ist am Sonntagabend in Köln aufgetaucht. Sie sei offensichtlich unverletzt, berichtete die Polizei Essen.

Erleichterung in Essen: Die 15-jährige Aylin ist wieder da. Am Sonntagabend tauchte sie bei einer Familienangehörigen in Köln offensichtlich unversehrt wieder auf. Vier Tage war sie weg. Die Umstände ihres Verschwindens am Mittwoch sind rätselhaft. Entsprechend groß dürfte das Interesse der Ermittler sein, die Hintergründe zu erfahren. Was hat Aylin gemacht? War sie selbst verantwortlich für ihr Verschwinden? Kann sie aufklären, wer die vermummte Frau war, die im Keller ihres Wohnhauses einen Nachbarn mit einem Messer verletzt hat?

Keine Hintergründe bekannt

Warum die Jugendliche mehr als vier Tage lang verschwunden war, blieb am Sonntagabend jedenfalls offen. „Zu den Hintergründen ihres Verschwindens ist aktuell nichts bekannt“, hieß es in der Polizeimitteilung. Offen blieb auch, ob die Ermittler Aylin noch am Abend befragten und ob sie noch am Abend wieder zu ihrer Familie nach Essen zurückkehrte.

Die 15-Jährige war unter rätselhaften Umständen in Essen verschwunden: Aylin hatte nach dem Schulbesuch noch den Hund der Familie ausgeführt. Danach verlor sich ihre Spur. Als dann die Mutter gegen 15.00 Uhr nach Hause kam, überraschte sie eine vermummte Person im Keller, vermutlich eine Frau. Die mit einem Messer bewaffnete Unbekannte konnte nach einem Handgemenge fliehen. Dabei verletzte sie einen Nachbarn leicht an der Hand.

Der Hund der Familie war ebenfalls im Keller. Offensichtliche Einbruchspuren wurden nicht entdeckt. Noch am Freitag wollte die Polizei nicht ausschließen, dass es sich bei der auch von drei Zeugen auf der Straße gesehene Frau um Aylin gehandelt haben könnte. Betont worden war allerdings stets, dass in alle Richtungen ermittelt werde.

Die Polizei hatte mehrere Tage mit einem Großaufgebot in der Umgebung des Einfamilienhauses nach ihr gesucht. Der Fall war als „herausragender Vermisstenfall“ eingestuft worden. Betroffenheit und Sorge im Wohnumfeld der Familie waren groß. Zahlreiche Familien hatten zeitweise Angst, ihre Kinder alleine vor die Tür zu lassen.


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