Lob auch für Außenminister Steinmeier Altpräsident Wulff sieht globale Führungsrolle für Merkel

Christian Wulff in Riad: Inzwischen tritt der voll rehabilitierte CDU-Politiker wieder im Namen der Bundesrepublik auf, so unlängst in Saudi-Arabien auf Bitte von Kanzlerin Angela Merkel bei König Salman. Foto: dpaChristian Wulff in Riad: Inzwischen tritt der voll rehabilitierte CDU-Politiker wieder im Namen der Bundesrepublik auf, so unlängst in Saudi-Arabien auf Bitte von Kanzlerin Angela Merkel bei König Salman. Foto: dpa

Osnabrück. Altpräsident Christian Wulff hat den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik nachhaltig unterstützt. In einem Interview mit unserer Redaktion sagte er, „überall, wohin ich im Ausland komme, werde ich nach dem ,Phänomen Merkel‘ gefragt“.

Die deutsche Bundeskanzlerin werde als „Fels in der Brandung“ wahrgenommen, sagte Wulff. „Inzwischen hat sie nicht nur eine europäische, sondern eine globale Führungsrolle inne“, sagte er. Merkels weltweite Ausstrahlung sei „beispiellos“. Der Ruf Deutschlands und speziell seiner Kanzlerin stelle selbst im weit entfernten Argentinien die USA in den Schatten. „Was ich persönlich bewundere, ist: Angela Merkel lässt sich nicht bewegen zum Populismus, nicht dazu, den Leuten nach dem Mund zu reden oder Dinge zu versprechen, die sie nicht halten kann, sondern geht ihren Weg konsequent, und zwar einen nicht einfachen Weg“, sagte Wulff.

Lob auch für Steinmeier

Auch auf anderen Feldern als der Flüchtlingspolitik leiste Merkel gemeinsam mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerst erfolgreiche Arbeit. „Wir blicken oft nur auf die Probleme, Kriege, Krisen und Anschläge, aber ich erlebe im Ausland auch ganz konkret die deutschen diplomatischen Erfolge“, sagte Wulff. Das gelte für die Ukraine, wo Merkel mit den Minsker Abkommen zur Eindämmung des Konflikts wesentlich beigetragen habe, er sehe es auch in der arabischen Welt, wo Steinmeier in der Vermittlung zwischen Saudi Arabien und Iran auf beiden Seiten akzeptiert werde, und ganz aktuell sehe er es in Libyen, wo deutsche Diplomaten maßgeblichen Anteil daran hätten, dass sich die Lage stabilisiert. „Und weil es nicht der Stil des Außenministers ist, sich mit geschwellter Brust ständig selbst zu loben, kann ich das an dieser Stelle aus Überzeugung tun“, sagte der Altpräsident über Steinmeier.

Das komplette NOZ-Interview mit Christian Wulff unter anderem auch über die AfD und seine Sicht auf die islamische Welt lesen Sie hier.


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