Zuversicht bei Annen und von der Leyen SPD begrüßt Saudi-Allianz gegen den Terror

Von Burkhard Ewert

Der SPD-Außenpolitiker Niels Annen, hier im Gespräch mit Fraktionschef Thomas Oppermann, wertet ein stärkeres Engagement von Saudi Arabien im Kampf gegen den IS als positiv. Foto: imago/Christian ThielDer SPD-Außenpolitiker Niels Annen, hier im Gespräch mit Fraktionschef Thomas Oppermann, wertet ein stärkeres Engagement von Saudi Arabien im Kampf gegen den IS als positiv. Foto: imago/Christian Thiel

Osnabrück. Deutsche Außenpolitiker haben die Gründung einer Anti-Terror-Allianz unter Führung Saudi-Arabiens positiv aufgenommen. Saudi-Arabien sei ein wichtiger Partner im Kampf gegen den IS, heißt es bei SPD und CDU.

Der SPD-Politiker Niels Annen sagte in einem Gespräch mit unserer Redaktion, „die saudische Führung tritt mit diesem Schritt Zweiflern entgegen, die die Ernsthaftigkeit ihres Kampfes gegen den Terror in Zweifel gezogen haben“.

Saudi Arabien als wichtiger Partner

Es sei fraglos so, dass es eines stärkeren Engagements der arabischen sunnitischen Länder bedürfe, „gerade um alte Kader von Saddam Hussein aus dem IS zu lösen und ihnen ein politisches Angebot zu machen“, sagte Annen. Saudi-Arabien sei daher ein wichtiger Partner im Kampf gegen den IS, „auch wenn die Rolle des Landes ambivalent bleibt, weil wir weiterhin mit Sorge auf den Export des wahabistischen Auslegung des Islams blicken“, sagte Annen. Bei allen positiven Ansätzen sei die neue Allianz auch generell „kein Grund, um enthusiastisch zu sein“. Kurzfristig sei kein Frieden in Syrien zu erwarten, der Weg dorthin bleibe hochgradig fragil. Eine Lösung könne nur gelingen unter Einbindung von Saudi-Arabien und Russlands, des Irans und der USA und müsse am Ende unter dem Dach der Vereinten Nationen stehen.

Von der Leyen sieht Hilfe

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die neu ins Leben gerufene islamische Antiterror-Koalition dazu aufgerufen, sich dem Wiener-Prozess anzuschließen. „Sie müssen sich einbringen in den Wiener-Prozess, wo alle Länder, die gegen den IS kämpfen, drin sind (...). Dann ist das eine Hilfe für uns“, sagte die CDU-Politikerin im ARD-„Morgenmagazin“ am Dienstag. Sie begrüße es, wenn sich die Gegner des IS organisierten, erklärte von der Leyen. „Denn wenn man ehrlich ist: Der IS hat zum Teil auch seine Stärke daraus gezogen, dass diejenigen, die gegen ihn sind, sich nicht einig waren, wie man ihn bekämpft.“

Einen NOZ-Kommentar zum Thema finden Sie hier.


0 Kommentare