„Denkbar falsches Rezept“ Mazyek kritisiert Syrien-Einsatz der Bundeswehr

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Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, kritisiert den Bundeswehr-Einsatz in Syrien. Foto: Jörn MartensAiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, kritisiert den Bundeswehr-Einsatz in Syrien. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, hat den geplanten Syrien-Einsatz der Bundeswehr als unverständlich und als denkbar falsches Rezept im Kampf gegen den Terror kritisiert.

Von Burkhard Ewert und Christof Haverkamp

In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte Mazyek: „Wir erleben zum Teil erneut , dass die Rezeptur „War on Terror“ angewandt wird. Damals hat diese Rezeptur versagt und heute wissen wir umso mehr, dass Krieg gegen Terror nur noch mehr Terror hervorbringt, das heißt, aus Al-Kaida wurde IS und was kommt als Nächstes?“

Die beste und stärkste Waffe gegen Terror sei ein Stopp von Waffenlieferungen, die Regionalmächte an den Verhandlungstisch zu zwingen und durch eine starkes Versöhnung- und Friedenskonzept so was wie eine Perspektive des Lebens und nicht des Elends und Krieges herbeizuführen. „Damit trocknen wir Terror und Diktatur weltweit am besten aus“, sagte Mazyek. Er bezeichnete das Entstehen der Terrormilizen IS und Al-Kaida als „Ergebnisse einer völlig falsch gelaufenen einer Kriegspolitik“. Dies seien die mit die Gründe dafür, dass es heute „solche absoluten perversen und extremistischen Ausformungen von mutmaßlichen Muslimen“ gebe sagte der ZMD-Vorsitzende mit Hinweis auf den Irak-Krieg.

„Wir haben Krieg gesät, und es sind Flüchtlinge und Terror gekommen.“ Heute seien die Folgen des Krieges zu sehen, „den die völlig falsch gelaufene Geo- und Kriegspolitik angezettelt hat“.


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