zuletzt aktualisiert vor

Schuldfrage offen Abschlussbericht: MH17 von Buk-Rakete abgeschossen

Von dpa

Beim Absturz der MH 17 kamen alle Insassen ums Leben. Der niederländische Sicherheitsrat erklärte, eine BuK-Rakete habe das Flugzeug abgeschossen. Foto: dpaBeim Absturz der MH 17 kamen alle Insassen ums Leben. Der niederländische Sicherheitsrat erklärte, eine BuK-Rakete habe das Flugzeug abgeschossen. Foto: dpa

Gilze-Rijen. Knapp 15 Monate nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs über der Ostukraine mit 298 Toten steht die Ursache fest, doch die Schuldfrage ist weiterhin offen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sprach von schockierenden Ergebnissen für die Angehörigen.

Die Boeing der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 wurde im Juli 2014 von einer bodengestützten Luftabwehrrakete vom Typ Buk abgeschossen, stellte der niederländische Sicherheitsrat in seinem am Dienstag präsentierten Abschlussberich

Starten Sie jetzt Ihren kostenlosen Probemonat!

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab, um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in der App „noz News“ stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.
Probemonat für 0 €
Anschließend 9,95 €/Monat | Monatlich kündbar
paypal express
Sind Sie bereits Abonnent der gedruckten Zeitung?

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Die Boeing 777 wurde laut Report mit einer Rakete des Flugabwehrsystems Buk abgeschossen. Eine andere Erklärung sei nicht möglich.
  • Den Abschussort der Boden-Luft-Rakete konnten die Ermittler auf ein 320 Quadratkilometer großes Gebiet in der Ostukraine eingrenzen. Den Urheber des Abschusses ermittelten sie nicht.
  • Die niederländische Behörde zieht ihre Erkenntnisse unter anderem aus Farbpartikeln auf der Rakete, aus den lauten Geräuschen, die der Stimmenrekorder aufnahm, und aus dem Schadensbild am vorderen Teil des Flugzeugs, den sie rekonstruierten.
  • Der Sprengkopf der Rakete explodierte demnach etwa vier Meter links oberhalb der Flugzeugnase. Durch die Detonation zerbrach das Flugzeug in zehn Kilometern Höhe in der Luft. Mehrere hundert Raketensplitter schossen durch den vorderen Teil der Maschine.
  • Alle drei Crew-Mitglieder im Cockpit waren sofort tot. Die anderen 295 Insassen wurden vermutlich tödlich verletzt oder extrem schnell bewusstlos.
  • Die Ermittler werfen der Ukraine vor, dass der Luftraum zum Zeitpunkt des Abschusses wegen der Kämpfe längst hätte gesperrt sein müssen. (dpa)

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der NOZ MEDIEN und mh:n MEDIEN