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Sternschnuppenstrom der Perseiden Spektakel am Himmel: Weniger Sternschnuppen als erwartet


Heppenheim/Amrum. Der Sternschnuppenstrom der Perseiden ist in der Nacht in vielen Teilen Deutschlands gut zu sehen gewesen. In der Region Osnabrück bedeckten einige Wolken den Himmel. Trotzdem war das Sternspektakel sehr eindrucksvoll.

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden hat in der Nacht zum Donnerstag für ein besonderes Himmelsschauspiel gesorgt. Viele Astronomen und Hobby-Sternengucker sind daher lange wach geblieben. „Wir liegen seit einigen Stunden auf dem Rücken und schauen nach oben“, erzählte Rainer Kresken von der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Leider waren weniger Sternschnuppen als erwartet zu sehen, beobachtete Kresken. Er hatte mit einer Sternschnuppe pro Minute gerechnet. Stattdessen bekamen Beobachter nur etwa alle fünf Minuten eine Sternschnuppe zu sehen, schätzte der Experte.

Ursache für das Phänomen sind Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die auf seiner Flugbahn um die Sonne fliegen. Die Erde kreuzt stets im August dessen Bahn. Die Sternschnuppen sähen zwar nicht anders aus. „Man sieht halt deutlich, dass es ein Strom ist - das heißt, dass die alle von einem Punkt am Himmel kommen“, erklärt Kresken das Besondere am Sternschnuppenstrom der Perseiden.

Wolken am Osnabrücker Himmel

Andreas Hänel, Leiter des Planetariums in Osnabrück, beklagte einige Wolken am Himmel. Die Sternschnuppen, die trotzdem zu sehen waren, seien aber sehr eindrucksvoll gewesen. „Die sausten über den Himmel, es gab einige ganz helle.“ Den Sternschnuppenstrom der Perseiden könne man noch eine Woche lang beobachten, die Zahl werde aber geringer, erklärte Hänel.

Public Viewing für das Spektakel

Mancherorts gab es sogar eigens ein Public Viewing für das Himmelsspektakel - etwa in den Rheinauen bei Bonn. Im Laufe des Abends schauten hier laut Veranstalter Sandro Heinemann etwa 1000 Besucher in den Himmel. „Es haben eigentlich alle eine Sternschnuppe zu Gesicht bekommen“, erzählte er.

Zahlreiche Sternschnuppen auf Amrum

„Dieses Jahr gab es viele helle Sternschnuppen“, sagte Jost Jahn, Sprecher der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im hessischen Heppenheim. Im Durchschnitt sei jede Minute etwa eine Sternschnuppe gut zu sehen gewesen, schätzte er. Mit Blick auf die Vorjahre sprach Jahn von einem „durchschnittlichen Ereignis“. Er selbst beobachtete das Naturschauspiel von der Nordseeinsel Amrum aus.

Gesperrte Zufahrt

Die Sternschnuppennacht zog zahlreiche Besucher auf den Großen Feldberg im Taunus. Alle Parkplätze waren belegt, die Polizei sperrte die Zufahrt auf das Feldbergplateau.

Das Maximum des Stroms lag Astronomen zufolge zwischen 2.00 und 4.00 Uhr. Aber auch in den Nächten danach seien immer noch Perseiden zu sehen.


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