Das wird Dienstag, 11. August, wichtig Fukushima, Euro-Krise, Kita-Streik und ein Neonazi-Verein

Von dpa


Berlin. Das wird am Dienstag, 11. August, wichtig: Japan kehrt nach Fukushima zurück zur Atomkraft, Griechenland verhandelt weiter um Finanzhilfen und in Sachsen-Anhalt wird über den Ausschluss des von Neonazis durchsetzten Fußballvereins FC Ostelbien entschieden.

Gespräche Griechenlands mit Geldgebern gehen in Zielgerade

Athen. Die Gespräche Athens mit den Geldgebern über neue Hilfskredite steuern auf eine Entscheidung zu. Die griechische Regierung rechnete damit, dass es am Dienstag eine Einigung mit den Vertretern der Gläubiger geben könnte. Anschließend müsste die Eurogruppe das Dokument mit den Details billigen. Zudem müssen noch mehrere Parlamente zustimmen, etwa in Deutschland, Spanien und Portugal. (Mehr zur Griechenlandkrise auf noz.de/eurokrise)

Japan fährt erstmals nach Fukushima-Gau wieder Atomreaktor hoch

Kagoshima. Erstmals seit der Atomkatastrophe von Fukushima vor gut vier Jahren nimmt Japan wieder einen Kernreaktor in Betrieb. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power kündigte an, den ersten Block des Atomkraftwerks Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima am Dienstag anzuschalten. Block 1 wird dann von Freitag an wieder Strom produzieren und Anfang September den kommerziellen Betrieb voll aufnehmen. (Weiterlesen: So sieht es heute in Fukushima aus)

Verdi-Führung berät über weiteres Vorgehen im Kita-Streik

Frankfurt/Main. Im Kita-Tarifstreit mit den Kommunen berät die Bundestarifkommission von Verdi am Dienstag (12.00 Uhr) in Frankfurt/Main über das weitere Vorgehen. Dazu will sich Verdi-Chef Frank Bsirske dann am Nachmittag (16 Uhr) äußern. Fast 70 Prozent der betroffenen Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft lehnten in einer Befragung die Schlichtungsempfehlung von Ende Juni ab, die zwischen 2 und 4,5 Prozent mehr Geld für Erzieher und Sozialarbeiter vorsieht. (Weiterlesen: Neue Kita-Streiks rücken näher)

Was lockt den Nachwuchs? - Studie wird vorgestellt

Berlin. Smartphone, Markenklamotten oder vielleicht doch Brettspiele? Was bei deutschen Kindern derzeit angesagt ist, haben Forscher in einer repräsentativen Studie untersucht. Die Ergebnisse werden am Dienstag (11.00 Uhr) in Berlin präsentiert. Die sogenannte KidsVerbraucherAnalyse dreht sich den Angaben zufolge unter anderem um Computer, Internet, Spielwaren, Süßigkeiten, Freiräume und Markenwünsche. Auch die Finanzen der Kinder werden unter die Lupe genommen. (Weiterlesen: Das waren 2014 die Ergebnisse)

Innenminister de Maizière besucht Registrierstelle für Flüchtlinge

Deggendorf. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) besucht am Dienstag (12.00 Uhr) eine Registrierstelle für Flüchtlinge im bayerischen Deggendorf. Hier werden vor allem Asylbewerber registriert, die an der Grenze zu Österreich auf der Balkanroute aufgegriffen werden. Wegen der stark gestiegenen Flüchtlingszahlen war eine rasche und lückenlose Erfassung in den vorhandenen Gebäuden der Bundespolizeiinspektionen nicht mehr möglich. (Mehr zum Thema auf noz.de/migration)

Gericht verhandelt erneut über Dortmunder Straßenstrich-Verbot

Dortmund. Das vier Jahre alte Dortmunder Straßenstrich-Verbot kommt am Dienstag (10.30 Uhr) erneut vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster verhandelt auf Betreiben der Stadt Dortmund den Fall in zweiter Instanz. Nachdem eine Prostituierte vor zwei Jahren vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen einen Kompromiss erstritten hatte, konnte die Stadt jetzt eine Berufsverhandlung durchsetzen. Sie hatte 2011 aus Jugendschutzgründen jede Straßenprostitution verboten.

Amts-Mitarbeiter mit Flinte getötet - Prozess gegen Landwirt beginnt

Potsdam. Weil er einen Mitarbeiter des Veterinäramtes auf seinem Hof erschossen haben soll, steht ein Landwirt von Dienstag (9.30 Uhr) an in Potsdam vor Gericht. Der 72-Jährige ist unter anderem wegen Totschlags angeklagt. Nach Ansicht der Behörden war er mit der Haltung seiner Rinder überfordert, deshalb sollten ihm fast alle Tiere weggenommen werden. Als im Januar dieses Jahres ihr Abtransport anstand, schoss der Mann mit einer Schrotflinte. Das Opfer erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. (Ein Video zum Vorfall auf noz.de)

Zirkustruppe will Versicherung und wird gekündigt - Fall vor Gericht

Erfurt. Darf ein Zirkus den Mitgliedern einer Hochseiltruppe kündigen, weil sie nach einem schweren Unfall auf den Abschluss einer Krankenversicherung pochen? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Dienstag (10.30 Uhr) das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Es geht dabei um einen Fall aus Sachsen-Anhalt.

Barcelona will auch UEFA-Supercup - Spanisches Duell gegen FC Sevilla

Tiflis. Der FC Barcelona strebt seinen vierten Titel im Jahr 2015 an. Die Katalanen spielen an diesem Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) in Georgiens Hauptstadt Tiflis gegen den FC Sevilla um den UEFA-Supercup. Neben der spanischen Fußball-Meisterschaft hatte Barcelona mit dem deutschen Torhüter Marc-André ter Stegen auch den nationalen Pokal sowie die Champions League gewonnen.

WM-Start oder nicht? Harting gibt Entscheidung bekannt

Kienbaum. Diskus-Olympiasieger Robert Harting will am Dienstag bekanntgeben, ob er an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking teilnehmen wird oder nicht. Der 30-jährige Berliner hatte sich vor elf Monaten einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen. Bislang bestritt er in dieser WM-Saison noch keinen einzigen Wettkampf. Der Weltmeister der Jahre 2009, 2011 und 2013 ist aber bereits für die WM vom 22. bis 30. August qualifiziert, da er als Titelverteidiger eine Wildcard in Anspruch nehmen kann. Harting wird sich am Mittag gegen 12.30 Uhr bei einer Pressekonferenz im Bundesleistungszentrum Kienbaum erklären.

Fußballverband Sachsen-Anhalt informiert zu FC Ostelbien Dornburg

Magdeburg. Der Fußballverband Sachsen-Anhalt will am Dienstag (11 Uhr) seine Entscheidung zum FC Ostelbien Dornburg bekanntgeben. Es wird erwartet, dass der Verband den Ausschluss des Vereins einleitet. Laut Landesverfassungsschutz werden 15 der 18 Spieler des FC Ostelbien Dornburg als Rechtsextremisten eingestuft. Nachdem es wiederholt zu Gewalttätigkeiten bei Spielen des Clubs gekommen war, wollen 59 von 65 Schiedsrichtern dessen Kreisliga-Partien nicht mehr leiten. (Weiterlesen: FC Ostelbien Dornburg: Club der Rechtsextremen)