„Nicht für Minderjährige“ Kinderärzte warnen vor Egoshooter-Games

Von Christof Haverkamp

Die Kinder- und Jugendärzte warnen anlässlich der Gamescom vor Egoshooter-Games. Foto: Imago/Jochen TackDie Kinder- und Jugendärzte warnen anlässlich der Gamescom vor Egoshooter-Games. Foto: Imago/Jochen Tack

Osnabrück. Anlässlich der Spielemesse Gamescom warnen die Kinder- und Jugendärzte vor brutalen Computerspielen wie Call of Duty oder Age of Conan. Sie seien ungeeignet für Minderjährige, teilte Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, mit.

Die Kinder- und Jugendärzte sähen mit großer Sorge, dass das Alter der „Gamer“ immer jünger werde. Eltern falle es schwer, Grenzen zu setzen, vor allem, wenn sie selbst schlechte Vorbilder seien. Eltern sollten sich unbedingt informieren, was ihre Kinder spielten. „Egoshooter-Games gehören nicht auf den Bildschirm von Minderjährigen“, betonte Hartmann. Die Politik sei in der Verantwortung und könne die finanzielle Entwicklung von guten Computerspielen fördern. 

Skeptisch gegenüber VR-Brillen

Skeptisch sind die Kinder- und Jugendärzte gegenüber den VR-Brillen, mit denen sich ferne Welten erleben lassen. Die perfekte Illusion funktioniere aber nur, wenn auch das „Headtracking“ funktioniert. Dreht der Nutzer den Kopf, muss das Smartphone die Bilder genau in der Geschwindigkeit liefern, in der sich der Kopf bewegt. Dies ist immer noch nicht bei allen Prozessoren möglich. Minimale Verzögerungen können dann dazu führen, dass die Wahrnehmung gestört wird und es einem schwindelig und übel wird.

Auswirkungen auf Augengesundheit noch unbekannt

„Wie die Brillen langfristig auf das noch unausgereifte Nervensystem von Kindern und Jugendlichen wirkt, welche Auswirkungen sie auf die Augengesundheit haben, das wissen wir heute noch nicht“, sagte Hartmann Daher raten wir zu einem maßvollen Einsatz.“