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11.05.2015, 15:07 Uhr KOLUMNE

Couscous für den vegetarischen Präsidenten aus Israel

Von Franziska Kückmann

Ist seit Jahrzehnten Vegetarier: der israelische Präsident Reuven Rivlin während seines Berlin-Besuchs. Foto: dpaIst seit Jahrzehnten Vegetarier: der israelische Präsident Reuven Rivlin während seines Berlin-Besuchs. Foto: dpa

Osnabrück. Couscous, Falafel und Pitabrot: Der israelische Präsident Reuven Rivlin mag es vegetarisch – auch zu offiziellen Anlässen wie der 50-Jahr-Feier der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen.

Wenn Reuven Rivlin ein Buffet ausrichtet, finden sich darauf vorzugsweise fleischlose Gerichte. Der israelische Staatspräsident ernährt sich seit den 1960er-Jahren vegetarisch und hat keine Scheu, auch ein Menü zu einem offiziellen Anlass entsprechend gestalten zu lassen.

Wie etwa bei der Feier des Unabhängigkeitstags in Israel am 23. April. Da bot Rivlin ein rein vegetarisches Barbeque an – und brach damit „mit alten Traditionen“, weil er Fleisch vom Buffet strich, wie die israelische Botschaft es in einer Mitteilung nennt.

Aus diesem Grund gibt es auch beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen am Dienstag in Berlin eine rein vegetarische Verköstigung. Dies hat die israelische Botschaft eigenen Angaben zufolge als „besondere Geste“ für Rivlin veranlasst, der offiziell für die Ausrichtung des Buffets zuständig ist.

Erst geht es für den Staatspräsidenten mit seinem deutschen Amtskollegen Joachim Gauck zu einem Konzert in die Berliner Philharmonie. Beim anschließenden Empfang werden dann fleischlose Speisen wie Couscous, Hummus, Falafel und Pitabrot gereicht.

Mit seiner vegetarischen Ernährung liegt der israelische Präsident in seinem Land offenbar voll im Trend. Den Angaben der Botschaft zufolge sind immer mehr Israelis Vegetarier oder Veganer, und auch immer mehr Restaurants passten ihre Speisekarte dieser Nachfrage an. „Im letzten Monat hat Tel Aviv bei einem Wettbewerb vom Daily Meal Magazin den ersten Platz als beste vegane Stadt gewonnen“, teilte die Botschaft mit.

Übrigens: Den zweiten Platz belegte – Berlin.


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