56 Millionen Euro an Spenden Brot für die Welt zieht positive Bilanz

Von Beate Tenfelde | 23.07.2014, 18:48 Uhr

Die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ hat 2013 Hilfsprojekte in mehr als 90 Ländern unterstützt – mit 223 Millionen Euro. „Es war für uns ein gutes Jahr, weil uns viel Geld anvertraut wurde“, bilanzierte die Präsidentin des evangelischen Entwicklungsdienstes, Cornelia Füllkrug-Weitzel, in Allein 56 Millionen Euro kamen an Spenden zusammen, rund 600000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Der Schlüssel zur Bekämpfung weltweiten Hungers liege in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, betonte Füllkrug-Weitzel. Sie kritisierte die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA. Diese könnten zur Folge haben, dass kleine lokale Märkte auch in Drittstaaten künftig nicht mehr geschützt werden könnten. Füllkrug-Weitzel nannte Brasilien als Beispiel. Dort versuche die Regierung derzeit mit dem staatlichen Schulspeisungsprogramm auf Basis regionaler Produkte zwei Armutsprobleme zu lösen: das Einkommen kleinbäuerlicher, unter Billigimporten leidender Familien zu stabilisieren und mangelernährte Kinder satt zu machen. Solche Kooperationen könnten via TTIP als „lokale Handelshemmnisse“ künftig verboten werden, fürchtet Füllkrug-Weitzel.

Die Organisation unterstützte 2013 dem Jahresbericht zufolge weltweit 598 neue Projekte mit 197 Millionen Euro. Daneben förderte das Hilfswerk unter anderem Projekte in Deutschland, um über Entwicklungspolitik aufzuklären. Für Verwaltung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wurden 5,3 Prozent der Gesamteinnahmen aufgewendet – nach den Worten von Füllkrug-Weitzel ein „spitzenmäßig“ geringer Satz.