Ein trauriger Tiefpunkt für Nahost Anschlag auf Synagoge in Jerusalem – Eskalation droht

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Trauer bei der Beerdigung der ermordeten Israeli in Jerusalem. Foto: ReutersTrauer bei der Beerdigung der ermordeten Israeli in Jerusalem. Foto: Reuters

Osnabrück. Der Mord an betenden Juden ist ein weiterer Tiefpunkt des Nahostkonflikts. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina ist seit Jahrzehnten ein Sumpf aus Gewalt, Propaganda und Racheakten. Er droht erneut zu einem religiösen Krieg zu werden und vollends zu eskalieren.

Dabei geht es um ein Problem, das politisch zu lösen ist. Es geht um Staaten und ihre Bürger, um Grenzen und um Wohnraum, nicht um Fanatiker und ihren Gott. Die radikalen Gruppierungen beider Parteien dürfen die Fehde nicht dominieren, denn sie lassen vergessen, dass zwischen Bomben, Blut und Splittern Menschen versuchen, ihren Alltag zu leben.

Kritik an Israel darf nicht mit Antisemitismus verwechselt werden, Sanktionen für Palästinenser nicht mit Hass auf Araber. Denn um all das geht es bei dem Konflikt nicht. Das haben die Anführer der Kämpfe vergessen, weil der Hass sie blind gemacht hat und weil die Fortsetzung des Konflikts einfacher scheint als seine Beendigung – und weil aus Attentätern Märtyrer werden.

Was nützt der Blick zurück, was die Suche nach Schuldigen? Beides löst die Probleme in Nahost nicht. Einzig eine politische Entscheidung zu einer Zwei-Staaten-Lösung.

Es geht darum, dass beide Seiten diese Lösung anerkennen und wollen. Das wird nicht nur durch einen von außen gesteuerten Annäherungsprozess möglich sein, sondern durch einen inneren Wunsch nach Frieden.

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