Linken-Chefin für „Aufstand der Anständigen“ Kipping nennt AfD „Hooligans in Nadelstreifen“

Linken-Chefin Katja Kipping hat die AfD als „Hooligans in Nadelstreifen bezeichnet. Foto: Karlheinz SchindlerLinken-Chefin Katja Kipping hat die AfD als „Hooligans in Nadelstreifen bezeichnet. Foto: Karlheinz Schindler

Osnabrück. Angesichts der Krawalle von Hooligans hat die Linke gefordert, auch die Politik müsse sich ihrer Verantwortung stellen. In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte die Linken-Vorsitzende Katja Kipping: „Solange Hooligans in Nadelstreifen wie die aus der AfD das politische Klima mit rechten und ausländerfeindlichen Parolen vergiften, muss man sich nicht wundern, wenn sich rechte Gewaltbanden ermutigt fühlen.“

Nötig sei ein Bündnis über die Parteigrenzen hinweg, das sich nicht nur der rechten Gewalt, sondern auch dem demagogischen Gift der AfD entgegenstellt“. Gefragt sei ein neuer „Aufstand der Anständigen“, sagte Kipping.

Unterdessen wurde bekannt, dass es nach den gewalttätigen Ausschreitungen bei einer Demonstration der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ in Köln soll es auch in Hamburg einen Aufzug geben soll. Eine Privatperson habe für den 15. November eine Demonstration unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamischen Staates“ angemeldet, sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Der Mann sei bisher nicht beim Staatsschutz und auch nicht als Hooligan bekannt. Schöpflin erklärte, die Polizei prüfe „als allerletztes rechtliches Mittel“ auch ein Verbot der Veranstaltung.

Ebenfalls für den 15. November hat die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ in Berlin eine Kundgebung mit rund 1000 Teilnehmern angemeldet. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) kündigte an, dass die Versammlungsbehörde ein Verbot prüfen werde. „Der Rechtsstaat muss alle Mittel ausschöpfen, damit sich die neue Dimension von Straßenmilitanz, die wir in Köln erlebt haben, nicht wiederholt.“


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