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Paralympics-Star verurteilt Pistorius muss fünf Jahre in Haft

Von dpa


Pretoria. Wegen der tödlichen Schüsse auf seine Freundin muss Südafrikas Sportidol Oscar Pistorius für fünf Jahre ins Gefängnis.

- Der Paralympics-Sprinter Oscar Pistorius hatte im Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen.- Nach eigenen Aussagen hatte er sie für einen Einbrecher gehalten.- Die Staatsanwaltschaft plädierte auf Mord.- Das Gericht warf die

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14. Februar 2013: Nach den tödlichen Schüssen auf seine Freundin Reeva Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag steht Pistorius unter Mordverdacht.

19. Februar: Er habe geglaubt, auf Einbrecher zu schießen, sagt er.

22. Februar: Pistorius kommt gegen Kaution und Auflagen überraschend frei. Ein Richter kritisiert Staatsanwaltschaft und Polizei: Es gebe keine klaren Beweise für eine vorsätzliche Tat. Aber auch Pistorius‘ Aussage sei widersprüchlich.

19. August: Es wird bekannt, dass sich Pistorius von März 2014 an wegen Mordes vor Gericht verantworten muss.

3. März 2014: Der Prozess beginnt in Pretoria. Pistorius beteuert erneut seine Unschuld.

15. April: Nach mehrtägigem Kreuzverhör ist die Staatsanwaltschaft weiter davon überzeugt, dass Pistorius seine Freundin absichtlich erschossen hat - und sieht viele Widersprüche in seinen Aussagen.

5. Mai: Nach längerer Pause geht der Prozess mit den Aussagen von Zeugen weiter. Manche berichten von einem verzweifelten Pistorius.

26. Mai: Der Angeklagte wird auf Anordnung des Gerichts Tagespatient in der Psychiatrie. Die bis zum 20. Juni dauernde Beobachtung soll Aufschluss über die Schuldfähigkeit geben. Eine Psychiaterin hatte Pistorius eine Angststörung bescheinigt.

30. Juni: Pistorius ist Gutachtern zufolge voll schuldfähig. Der Staatsanwalt verliest Auszüge der Expertisen in der Verhandlung.

8. Juli: Die Beweisaufnahme wird abgeschlossen. Insgesamt hatten Anklage und Verteidigung 36 Zeugen aufgeboten.

7./8. August: Im abschließenden Plädoyer erneuert der Chefankläger seinen Mordvorwurf, der Verteidiger fordert Freispruch.

11./12. September: Richterin Thokozile Masipa verliest ihr Urteil. Sie spricht Pistorius wegen fahrlässiger Tötung schuldig. Er entgeht einer Verurteilung wegen Mordes. Pistorius bleibt bis zur Verkündung des Strafmaßes gegen Kaution in Freiheit.

13. Oktober: Die Anhörungen zur Festlegung des Strafmaßes beginnen.

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