Von Heckler & Koch bis Rheinmetall Die deutsche Rüstungsindustrie: Zahlen und Fakten

Von dpa

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Der Schützenpanzer Marder 1 A5 wird bei Rheinmetall hergestellt. Foto: dpaDer Schützenpanzer Marder 1 A5 wird bei Rheinmetall hergestellt. Foto: dpa

Berlin. Verglichen mit US-Giganten besteht die deutsche Rüstungsindustrie eher aus kleinen Spezialisten, die aber begehrte Produkte fertigen. An der Weltspitze stehen Lockheed Martin und Boeing, gefolgt von der britischen BAE Systems. Dahinter finden sich US-Firmen wie General Dynamics, Raytheon oder Northrop Grumman. Eine Auswahl deutscher Firmen:

Diehl Defence, die Rüstungssparte des Nürnberger Diehl-Konzerns, stellt unter anderem Munition, Raketen und Ketten für Panzer her. Umsatz (2013) 533 Millionen Euro, Mitarbeiter (2013) 2910.

Heckler & Koch, der Handwaffenspezialist aus dem badischen Oberndorf fertigt unter anderem Pistolen, Sturm- und Präzisionsgewehre. Umsatz (2012) 203 Millionen Euro, Mitarbeiter (2012) 630.

Krauss-Maffei Wegmann (KMW) in München baut etwa den Kampfpanzer Leopard, den Schützenpanzer Puma oder die Panzerhaubitze 2000. Umsatz (2012) 2,4 Milliarden Euro, Mitarbeiter (2012) 2590.

MTU Aero Engines ist ein Triebwerksbauer aus München, der auch für militärische Flugzeuge fertigt, etwa den Motor für den Eurofighter. Umsatz (2013/Wehrgeschäft) 501 Millionen Euro.

Rheinmetall Defence ist die Wehrsparte von Rheinmetall aus Düsseldorf und fertigt Panzer, aber auch Munition oder etwa Flugabwehrsysteme. Umsatz (2013) 2,2 Milliarden Euro, Mitarbeiter (2013) 9200.

ThyssenKrupp Marine Systems baut U-Boote und Kriegsschiffe. Die Firma entstand aus Blohm+Voss und der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH. Umsatz (2012/13) 1,2 Milliarden Euro, Mitarbeiter (2012/13) 3600.

Vor der Wiedervereinigung waren im Rüstungssektor rund 250 000 Menschen beschäftigt, 2011 waren es noch 98 000 (Quelle: Branchenverband BDSV). Dazu kommen laut BDSV Tausende Jobs bei Zulieferern und in der lokalen Wirtschaft. In einer Studie für den Verband schätzt ein Institut (WiFOR) die Zahl der von der Branche gesicherten Stellen auf 316 000. Die Wertschöpfung der Industrie lag 2011 bei rund 21,3 Milliarden Euro.


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