zuletzt aktualisiert vor

Deutscher Umweltpreis 2014 DBU ehrt Energieeffizienz-Pioniere und Naturschützer

Meine Nachrichten

Um das Thema Politik Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Der Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr an zwei Pioniere der Energie- und Ressourceneffizienz und an einen Wegbereiter des Naturschutzes in Deutschland.

Bundespräsident Joachim Gauck wird den mit 500 000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas am 26. Oktober in Kassel dem Ökonomen Peter Hennicke und dem Unternehmensgründer Gunther Krieg verleihen. Der langjährige Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, erhält den Ehrenpreis. Gestiftet wird der Umweltpreis von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück.

Der 72-jährige Hennicke, emeritierter Professor für Wirtschaftspolitik und Energiewissenschaft hat nach Darstellung der DBU wesentlich zur Schaffung der wissenschaftlichen Grundlagen der Energiewende beigetragen und damit auch die politische Durchsetzung der Energiewende vorangebracht. Die Stiftung weist besonders auf Hennickes Verdienste bei der Neuausrichtung des Forschungsprogramms am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie hin. Die renommierte Wissenschaftseinrichtung widmet sich der Erforschung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Gunther Krieg, 72, gründete das Unternehmen Unisensor Sensorsysteme in Karlsruhe und entwickelte nach Worten von DBU-Generalsekretär Heinrich Bottermann „weltweit einmalige Mess- und Analysesysteme, die uns für eine nachhaltige Zukunft Perspektiven aufzeigen“. Krieg beschäftigte sich als Wissenschaftler an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe mit der optischen Analyse von Stoffen. Daraus entstanden Messverfahren, die laut DBU besonders hochwertiges Kunststoff-Recycling und eine genauere Dosierung von Chemikalien beim Offset-Druck ermöglichen. Bottermann bezeichnete Kriegs Verfahren als „Meilensteine im produktionsintegrierten Umweltschutz“.

Der 78-jährige Hubert Weinzierl erhält den DBU-Ehrenpreis für sein lebenslanges Engagement im Naturschutz. Weinzierl gilt als Wegbereiter des deutschen Natur- und Umweltschutzes, er war maßgeblich an der Schaffung des ersten deutschen Nationalparks im Bayerischen Wald beteiligt, ebenso am Zustandekommen des ersten Umweltministeriums in Bayern. Zwischen den Jahren 2000 und 2012 war der diplomierte Forstwirt Präsident des Deutschen Naturschutzrings, des Dachverbandes der deutschen Naturschutzorganisationen. Weinzierl leitete außerdem bis vor Kurzem das Kuratorium der DBU.

Bottermann würdigte Weinzierl als einen „der ganz wenigen Zeitzeugen, die den organisierten Naturschutz aus der Nische in das Zentrum unserer Gesellschaft gerückt haben.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN