Als Unionsfraktionschef bestätigt Leichter Dämpfer für Volker Kauder

Bis 2017 im Amt:Volker Kauder Foto: dpaBis 2017 im Amt:Volker Kauder Foto: dpa

Berlin. Die Unionsfraktion im Bundestag hat ihren Vorsitzenden Volker Kauder (CDU) bis 2017 und damit für den Rest der Wahlperiode bestätigt. Der 65-Jährige bekam bei der Wahl in Berlin 93,8 Prozent der Stimmen.

Vor einem Jahr hatte er mit 97,4 Prozent sein bisher bestes Ergebnis erzielt. Der Jurist aus Baden-Württemberg sitzt seit 24 Jahren im Bundestag. Seit 39 Jahren ist er CDU-Mitglied, seit 2005 Fraktionschef. Kauder zählt zu den Vertrauten der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel. Er hatte wegen straffer Fraktionsführung und klarer Ansagen an Kritiker der Renten-Pläne sowie an den konservativen „Berliner Kreis“ Widerstände ausgelöst.

Bestätigt mit 93,2 Prozent wurde auch der parlamentarische Geschäftsführer Michael Grosse-Brömer. Der 53-jährige Niedersachse befürwortete gestern Reformen, um Bundestagsdebatten lebendiger zu machen. Die SPD-Idee zu einer Fragestunde mit der Kanzlerin nach britischem Vorbild lehnte er ab. Eine „Prime Minister’s Question Time“ wie im britischen Unterhaus sei indiskutabel. Merkel würde so eine Fragestunde zwar brillant überstehen, meinte er. Er wolle aber keine „Talkshow unter dem Bundesadler“, sagte Grosse-Brömer. Er legte eine Studie vor, wonach die Briten die „Question time“ kritisch sähen. Der britische Premierminister werde zum Beispiel nach der Umgehungsstraße von Birmingham gefragt.


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