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Zentralrat der Muslime verurteilt Judenhass und Terror

Von dpa

Muslime beten in der Merkez-Moschee in Duisburg. Foto: Oliver Berg/ArchivMuslime beten in der Merkez-Moschee in Duisburg. Foto: Oliver Berg/Archiv

Berlin. Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages am Freitag hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, Hass gegen Juden und Terror im Namen des Islam verurteilt.

«Wir wollen nicht schweigen, wenn hierzulande aus Rassismus Brandanschläge auf Moscheen und Synagogen verübt werden», sagte er der «Bild»-Zeitung (Freitag). Man dürfe auch nicht schweigen, «wenn Menschen den muslimischen Glauben missbrauchen, um Unrecht zu begehen. Das sind in Wahrheit Terroristen und Mörder, die den Islam in den Dreck ziehen und den Menschen - auch ihren eigenen Glaubensbrüdern - Hass und Leid bringen, in Syrien, im Irak und an anderen Orten.»

Der Islam sei eine friedliche Religion. «Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass, Enthauptungen oder Christenverfolgung zur Todsünde.» Deshalb lade der Zentralrat «alle Bürger ein, mit uns beim Freitagsgebet in unseren Moscheen und bei den Friedenskundgebungen überall im Lande für ein friedliches Miteinander zu beten und zu demonstrieren.» Die islamischen Verbände wollen am Nachmittag mit bundesweit Position gegen Rassismus und Fanatismus beziehen. In neun Städten soll es Kundgebungen geben, etwa in Berlin und Frankfurt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach in der «Welt» (Freitag) von einer großartigen Aktion. «Wenn wir ehrlich sind, gab es bei einem beträchtlichen Teil der nicht-muslimischen Bevölkerung in Deutschland einen Generalverdacht», sagte er. «Wir können jetzt damit aufräumen. Es ist sehr überzeugend, wenn sich die Muslime in diesem Land vom Terror distanzieren und verurteilen, dass die (Terrormiliz) IS ihre Religion missbraucht.»