Vorwürfe vor Wahl in Thüringen Ramelow: CDU distanziert sich nicht klar von AfD

Von Burkhard Ewert

ARCHIV - KOMBO - Die sechsteilige Bildkombo aus Archivfotos zeigt die Spitzenkandidaten zur Thüringer Landtagswahl am 14. September 2014 (oben l-r) Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), Heike Taubert (SPD), Bodo Ramelow (Die Linke); (unten l-r) Björn Höcke (AfD), Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) und Uwe Barth (FDP). In Thüringen wird am 14. September 2014 ein neuer Landtag gewählt. Foto: dpa (zu dpa «Die Spitzenkandidaten der Parteien zur Thüringer Landtagswahl» vom 08.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++ARCHIV - KOMBO - Die sechsteilige Bildkombo aus Archivfotos zeigt die Spitzenkandidaten zur Thüringer Landtagswahl am 14. September 2014 (oben l-r) Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), Heike Taubert (SPD), Bodo Ramelow (Die Linke); (unten l-r) Björn Höcke (AfD), Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) und Uwe Barth (FDP). In Thüringen wird am 14. September 2014 ein neuer Landtag gewählt. Foto: dpa (zu dpa «Die Spitzenkandidaten der Parteien zur Thüringer Landtagswahl» vom 08.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Osnabrück. Der thüringische Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow hält die AfD für eine „Protestpartei mit gruseligem Einschlag“. Der CDU wirft er vor, eine Koalition nach der Landtagswahl an diesem Sonntag wie schon in Sachsen nicht klar auszuschließen.

Der thüringische Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Bodo Ramelow, hat der CDU vorgeworfen, sich vor der Landtagswahl an diesem Sonntag nicht hinreichend von der Alternative für Deutschland (AfD) zu distanzieren. Der Spitzenkandidat seiner Partei sagte unserer Redaktion, wie kürzlich in Sachsen gebe es unter den Christdemokraten auch in Thüringen mit Blick auf die Koalitionsfähigkeit der AfD „unterschiedliche Stimmen, die aus meiner Sicht auch Zeichen für interne Machtkämpfe sind“. Allerdings gehe er davon aus, dass die eurokritische Partei schlechter abschneide als im benachbarten Bundesland, wo die AfD 9,9 Prozent geholt hatte.

„In Thüringen sind die Bedingungen andere als in Sachsen, deswegen hoffe ich auf eine starke Wahlbeteiligung, die Protestparteien mit gruseligem Einschlag eher klein hält“, erklärte Ramelow. Rechnerisch könnte sich laut Umfragen eine denkbare schwarz-schwarze Mehrheit ergeben, falls die Grünen den erneuten Einzug in den Landtag verfehlen.


Bodo Ramelow ist gebürtiger Niedersachse. Vor rund 25 Jahren ging er als Gewerkschafter unmittelbar nach der Wende nach Thüringen - und blieb. Er gilt als äußerst pragmatischer Linken-Politiker. In den Umfragen liegt seine Partei in Thüringen deutlich vor der SPD.