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Deutsches U-Boot «Tanin» unterwegs nach Israel

Von dpa

Ein U-Boot der vergrößerten Dolphin-Klasse 212 A auf dem Gelände der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel. Foto: Markus Scholz/ArchivEin U-Boot der vergrößerten Dolphin-Klasse 212 A auf dem Gelände der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel. Foto: Markus Scholz/Archiv

Tel Aviv/Kiel. Ein viertes U-Boot aus Deutschland ist unterwegs nach Israel. Das U-Boot der Dolphin-Klasse mit Namen «Tanin» (hebräisch für Krokodil) habe den Hafen in Kiel verlassen und werde sein Ziel in rund 20 Tagen erreichen, teilte die israelische Armee mit.

An Bord sei eine 50-köpfige Crew. Es sei das erste israelische U-Boot, das über eine außenluftunabhängige Antriebsanlage verfüge. Damit könne es auch in großen Entfernungen eingesetzt werden und sehr lange Zeit unter Wasser bleiben.

Der israelische Generalmajor Ram Rutberg habe bei einer Übergabezeremonie in Kiel gesagt, das U-Boot könne «weiter und tiefer tauchen und sicher heimkommen». Der Leiter des Tanin-Projekts, Oberst A., sagte: «In den vergangenen Monaten hat die U-Boot-Crew unter schwierigen Bedingungen in Ost- und Nordsee trainiert, und ist bereit, ihre herausfordernde Aufgabe zu erfüllen.»

Die von ThyssenKrupp Marine Systems übergebene «Tanin» ist das größte je in Deutschland gebaute U-Boot und soll mehr als eine Milliarde Euro kosten. Ein Drittel davon übernimmt die Bundesregierung. Die Lieferung von U-Booten nach Israel ist umstritten, weil nach Meinung von Experten eine Nachrüstung mit Atomwaffen möglich ist. Damit gelten die U-Boote als wichtiger Teil der israelischen Abschreckung gegenüber Teheran, durch das Israel sich existenziell bedroht fühlt. Drei deutsche U-Boote wurden bereits nach Israel geliefert.


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