Thema auf Justizministerkonferenz Hamburg fordert: „Cybermobbing“ soll Straftat werden

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Osnabrück. Um Opfer besser vor Attacken aus dem Internet zu schützen, will Hamburg den Straftatbestand „Cybermobbing“ schaffen lassen. So soll beispielsweise die Hänselei via Facebook erschwert werden.

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD), Präventionsarbeit bleibe zwar das wichtigste Instrument, um dem unter Jugendlichen und Erwachsenen immer weiter zunehmenden Phänomen zu begegnen. Gleichzeitig müssten aber auch die Opfer strafrechtlich besser vor den digitalen Attacken geschützt werden. Deshalb hat ihr Bundesland das Thema auf die Tagesordnung der Justizministerkonferenz von Bund und Ländern in der kommenden Woche auf Rügen gehoben. Schiedek erklärte: „Die derzeitige Wirkung des Strafrechts ist unzureichend. Ehr- und Persönlichkeitsverletzungen im Internet haben eine andere Wirkung, als sie der Gesetzgeber vor rund 150 Jahren vor Augen hatte.“

Die Folgen für die Opfer seien gravierend, wenn etwa intime Bilder unberechtigt ins Internet gelangten. Auch digitale Beleidigungen stellten ein Problem dar, sagte die Justizsenatorin. Diese würden sich schneller und weiter verbreiten, blieben lange abrufbar „und sind meist im Ton deutlich schärfer und verletzender als im persönlichen Umgang“. Das gelte besonders, wenn Beleidigungen durch Filmsequenzen angereichert würden.

Am 25. und 26. Juni treffen sich die Ressortchefs der Länder mit Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) auf der Ostseeinsel Rügen.


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