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13.06.2014, 18:42 Uhr

Bildungsbericht 2014: Hausaufgaben bald angehen

Ein Kommentar von dpa


Stellten den Bildungsbericht 2014 vor (von links): Sylvia Löhrmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Bildungsministerin Johanna Wanka und Entwicklungspsychologe Marcus Hasselhorn. Foto: dpaStellten den Bildungsbericht 2014 vor (von links): Sylvia Löhrmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Bildungsministerin Johanna Wanka und Entwicklungspsychologe Marcus Hasselhorn. Foto: dpa

Der Trend zu mehr Bildung in Deutschland ist unverkennbar. Trotzdem bleiben immer noch zu viele Jugendliche ausgegrenzt. Dieses Fazit zieht der Bericht „Bildung in Deutschland 2014“. Dazu ein Kommentar.

Der aktuelle Nationale Bildungsbericht bietet insgesamt zwar durchaus Anlass zur Zufriedenheit, nicht jedoch zum bequemen Zurücklehnen. Generell sehen die Wissenschaftler Deutschland erfreulicherweise auf dem richtigen Weg. So hat sich beispielsweise der Anteil derjenigen Kinder verringert, die in einer Risikolage aufwachsen.

Zugleich listen die Forscher auf, wo Staat und Schulen weiterhin ihre Hausaufgaben machen müssen. Eine Verbesserung der Qualität von Kitas und Ganztagsschulen zählt etwa dazu. Angesichts der demografischen Entwicklung sollten diese Herausforderungen ohne Verzögerung angegangen werden. Denn nur dann kann die Bundesrepublik im weltweiten Wettbewerb bestehen. Gute Bildung kostet, zahlt sich jedoch langfristig aus.

Ein besonderes Augenmerk verdienen nach wie vor die Abgehängten und Benachteiligten. So brauchen Schüler, denen Eltern kaum Unterstützung bieten können oder wollen, eine umfangreichere Förderung. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem viele Menschen mit türkischem Migrationshintergrund, wie die Statistiken zeigen.

Bemerkenswert ist, dass die Bildungsforscher die viel kritisierten Förder- und Sonderschulen offenbar nicht für so schlecht halten, wie sie häufig gemacht werden. Nach Ansicht dieser Experten ist jedenfalls das Verlangen nach einem völligen Verzicht übertrieben. Auf diese Warnung sollten die Politiker hören – zum Wohle der betroffenen Kinder.

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