Seit 2005 blinkt das einstige DDR-Ampelmännchen nicht nur an den Zebrastreifen im Osten, sondern auch im Westen der Stadt. In Charlottenburg sind seit 2012 auch Ampelmädchen am Start, ebenso in Zwickau, Dresden oder Kassel: aber mit Walle-Kleid und Zöpfen, über die sich die SPD empört.
„Wir wollen eine moderne und selbstbewusste Ampelfrau“, sagt die SPD-Politikerin Marina Martischok-Yesilcimen. Sie denke da an einen Hosenanzug und Absatzschuhe. Damit nicht genug: Eine Quote soll her. Die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Mitte ist dafür, Ampelmänner und -frauen abzuwechseln, um Diskriminierung auszuschließen.
Die Reaktionen sind geteilt: „Witzig“ oder „albern“ finden Berliner den Angriff der Ampelfrauen. Die Reaktion des Verkehrssenators ist verhalten. Kein Wunder: Die Stadt hat mit den Mega-Baustellen Flughafen oder der Zentralbibliothek, einem neuen teuren Lieblingsprojekt des Senats, echte Probleme ganz anderer Dimension.


So sieht es aus , das ostdeutsche Ampelmännchen: Der Stopper und der Läufer Foto:dpa