Empfehlung auf Innenministerkonferenz Hamburg macht sich für Facebook-Fahndung stark

Von Dirk Fisser


Osnabrück. Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) will seinen Kollegen bei der anstehenden Innenministerkonferenz in Osnabrück empfehlen, den Weg für die Facebook-Fahndung freizumachen. Das kündigte er im Gespräch mit unserer Zeitung an.

Neumann stützt sich dabei auf die Ergebnisse einer Bund-Länder-Projektgruppe, deren Ergebnisse der Senator als Berichterstatter vorstellen wird.

Eine Fahndung der Polizei müsse möglichst viele Menschen erreichen, „da kommen wir um soziale Netzwerke wie Facebook nicht länger herum“, sagte Neumann. Deswegen wolle er sich klar dafür aussprechen. Gerade junge Menschen seien über das Internet zu erreichen. Die Nutzung der Netzwerke werde „die Erfolgsaussichten der Fahndung der Polizei deutlich verbessern, sagte Neumann.

Dabei müssten aber die Datenschutz-Vorgaben eingehalten werden, mahnte der Senator: Fotos dürften nicht direkt bei Facebook hochgeladen werden, auch Hinweise auf mögliche Täter dürften nicht öffentlich werden. Dies müsse sichergestellt werden, um mögliche Hetzjagden und Selbstjustiz zu unterbinden.

Bislang kommt Facebook nur vereinzelt in Deutschland zum Einsatz. Neben Niedersachsen fahnden auch Hessen und Mecklenburg-Vorpommern in dem sozialen Netzwerk, ebenso die Beamten des Bundeskriminalamtes.